Mann steht vor einem Stadtmodell

AFP/JOSEP LAGO

Die Smart City als Werkbank der Eliten

1. Technisierung von Städten zum Schaden der Bevölkerung
Gestaltung: Sylvia Andrews
2. Das ultraschnelle Mobilnetz
Zukunftsprojekt 5G
Gestaltung: Philipp Landauer
3. Noten für die Bürger
Eine Kolumne
Gestaltung: Franz Zeller

1. Siebeneinhalb Milliarden Menschen leben auf unserer Erde, Tendenz steigend. Wir müssen immer näher zusammenrücken und tun dies zunehmend in Städten. Und so stellt sich auch die Frage, wie sich dieses Zusammenleben im urbanen Bereich so angenehm wie möglich gestalten lässt. Die Hochrüstung der Stadt zur "Smart City" soll weltweit für ein effizienteres und faireres Miteinander sorgen.
Für Städteplaner heißt das meist, vor allem viel neue Technik in die Städte zu bringen, um damit für Komfort und Transparenz zu sorgen. Ein Punkt, mit dem aber nicht alle Bürgerinnen und Bürger einverstanden sind.
"Mit teurer Technik lässt sich nicht jedes Problem großer Städte aus der Welt schaffen!" meint etwa die lateinamerikanische Menschenrechtsanwältin Renata Avila, die den "Smart City"-Trend nicht nur in ihrer Heimat Guatemala mit kritischen Augen beobachtet. Sylvia Andrews hat Renata Avila neben weiteren Smart-City-Experten in Graz getroffen.

2. Bis zu hundertmal schneller und bis zu tausend mal mehr Übertragungskapazität als bisher: das ist das große Versprechen des künftigen Mobilfunkstandards 5G.
Noch sind nicht einmal genaue Regeln für 5G definiert, trotzdem wird weltweit daran geforscht und damit geplant. Auch im Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ hat der neue Mobilfunkstandard einen prominenten Platz erhalten - so soll Österreich bis 2021 zum 5G-Pilotland werden.
5G ist mehr als ein schnelleres Internet: Es wird nicht nur die Kommunikation von Mensch zu Mensch technisch verbessern, sondern vor allem die ultraschnelle Kommunikation zwischen Maschinen ermöglichen, etwa zwischen Autos.
Im Rennen um die 5G-Führerschat will Südkorea als eines der ersten Länder heuer bei den Olympischen Spielen das 5G - Netz auszurollen. Was tatsächlich Stand der Entwicklung, speziell in der Wirtschaftsnation Deutschland, ist, hat sich Philipp Landauer in Berlin angesehen und dazu eine Reihe von Experten befragt.

3. China will seine Bürger bis 2020 benoten. Je nachdem, wie brav die Chinesinnen und Chinesen sind, werden sie belohnt - etwa mit einem einfacheren Zugang zu Auslandsreisen oder Krediten. Dieser "Citizen Score" hat mit Europa mehr zu tun, als uns lieb sein sollte, wie Franz Zeller in seiner Kolumne schreibt.


Moderation und Redaktion: Franz Zeller

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