Werner Schwab

ORF/PETER KURZ

Der Schriftsteller Werner Schwab

Die Kohlberg-Jahre des Werner Schwab oder: Wenn das Leben zum Feind wird. Feature von Mahmoud und Adam Lamine



Rund 20 Dramen hatte der Dichter, der nur 36 Jahre alt werden sollte und sich zu Tode trank, der Nachwelt hinterlassen. "Groteske Abbilder voller Dreck und Abschaum, die provozieren und demaskieren, dabei aber urkomisch sind," wie die Kritik befand - und die Schwab in den 90er Jahren zum meistgespielten Dramatiker im deutschsprachigen Raum machten. Begonnen hatte alles in der Oststeiermark, wo Schwabs erste Stücke, die er als "Fäkaliendramen" zusammenfasste, entstanden. Im Kohlberger Tal, wo er mit Frau und Kind auf einem abgelegenen Bauernhaus ein Jahrzehnt lang zurückgezogen lebte. Dort entstanden Stücke wie "Die Präsidentinnen" oder "Volksvernichtung", erschuf Schwab Figuren wie "Frau Grollfeuer", "Fotzi" oder den "Hundsmaulsepp".

Tragikomische Charaktere, die sich in der eigenen Lebensgeschichte des Dichters spiegeln und die oft reale Vorbilder in der Wirklichkeit haben. Die Sendung begibt sich auf Spurensuche ins Kohlberger Tal, zu Wort kommen u.a. Bernd Höfer, Schwabs Weggefährte, die Familie Jauk, deren Fleischhauerei zu einer Anlaufstelle für den Dichter wurde, oder die 88-jährige Josefa Trink, deren Mann im Drama "Mein Hundemund" verewigt wurde.

Am 4. Februar wäre Werner Schwab 60 Jahre alt geworden.

Redaktion : Alfred Koch

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