Lutz Seiler

DPA/ARNE DEDERT

Ein Dichter in der Turkestan-Sibirischen Eisenbahn

"Turksib". Von Lutz Seiler. Mit Bernhard Schütz, Marina Frenk, Sergej Gladkich, Wladimir Gluchow, Sergej Glamosda, Halina Kühne, Komposition: Ole Schmidt, Regie: Thomas Fritz (MDR 2011).

Für seine Erzählung "Turksib" wurde Lutz Seiler 2007 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Die Jury lobte Seilers Beitrag als "dichten, vielschichtigen Text aus uralter Zeit", als "Text von lyrischer Dichte und epischer Breite".

Die "Turksib", die "Turkestan-Sibirische Eisenbahn", Ende der 1920er Jahre Prestigeprojekt des ersten sozialistischen Fünfjahrplans, ist nach dem Zerfall der Sowjetunion eine der wichtigsten Nord-Süd-Bahnverbindungen zwischen Russland und Kasachstan geblieben.

Für den in der DDR aufgewachsenen Schriftsteller Lutz Seiler, der mit der Turksib auf Vortragsreise durch die endlose Steppe unterwegs ist, verwandelt sie sich in einer eisigen Winternacht in ein nicht mehr geheures, mythisches Gefährt. Begleitet von seiner Übersetzerin, einem Konsul sowie einem Dombraspieler und dessen 13-jähriger Tochter, einen auf dem Bahnsteig von fliegenden Händlern erworbenen Geigerzähler unterm Pullover, verliert er den Boden unter den Füßen. Die "Turksib" rattert ins Nichts, und ob Lebensreise, ob Höllenfahrt, er fährt mit ihr dahin ...

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TURKSIB

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