Smartphone

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Schmutzige Elektronik!

1. Die ethischen Kosten unserer Unterhaltungsgeräte
Gestaltung: Lukas Plank
2. Der Computer als Wissenschafter. Wie Rechner die Forschung verändert haben.
Gestaltung: Mariann Unterluggauer

1. Smartphones und Tablets, Fernseher und Computer: diese und andere Geräte nutzen wir jeden Tag. Wir ärgern uns, wenn sie kaputtgehen oder langsamer werden. Alle paar Jahre ersetzen wir sie durch neue Geräte. Dann schimpfen wir vielleicht über die kurze Lebensdauer oder den Preis. Über die Herstellung, den Transport und das Entsorgen denken wir allerdings selten nach.

Doch Smartphone, Computer und Co. sind auch mit hohen "ethischen Kosten" verbunden. Gängige Akkus beinhalten zum Beispiel Kobalt - und das wird auch unter fragwürdigen Bedingungen in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut. Eine Recherche von Lukas Plank.

2. Am Deutschen Museum hat sich eine Forschungsgruppe aus Wissenschaftshistorikern etabliert, die sich mit der Frage befasst, wie Computer die Wissenschaften und Wissenschaftskulturen verändern. Letzten Herbst beschäftigte sich damit in München auch eine Konferenz mit dem Titel "Algorithmische Wissenskulturen".

Ende der 1960er Jahre gab es in Deutschland gerade einmal 60 Stück Rechner, die monatlich nach heutigem Geldwert im Schnitt 120.000 Euro Miete kosteten. Mit ihnen wissenschaftlich zu arbeiten war ein Luxus. Ein Jahrzehnt später war vielen hingegen schon klar, dass Datenbanken und automatisierte Datenverarbeitung die Wissenschaft verändern würden.

Wie Rechner das Verhalten von WissenschafterInnen geformt haben, welche neuen Berufsbilder und Denkfiguren durch Computer auch möglich wurden, damit beschäftigt sich Mariann Unterluggauer für matrix.

Moderation: Anna Masoner
Redaktion Franz Zeller

Service

Greenpeace: Guide to Cleaner Electronics 2017
Amnesty International: Time to recharge
Basel Action Network: e-Trash Transparency Project
The Washington Post: The Cobalt Pipeline

Sendereihe