Einsam im Leben und im Beruf

"Unter Frauen" von Cesare Pavese. Mit Andrea Clausen, Gerti Drassl, Christiane von Poelnitz, Julia Cencig, Jaschka Lämmert, Hella Ferstl-Reichmann, Martin Schwab, Cornelius Obonya, Johannes Terne, Johannes Krisch, Christoph von Friedl; Bearbeitung: Bernhard Hüttenegger, Götz Fritsch; Regie: Götz Fritsch (ORF 2006).

Nach langer Zeit kehrt Clelia aus Rom in das winterliche, vom Karneval erfüllte Turin zurück. In der Modebranche zu Ansehen und Geld gelangt, will sie in ihrer Heimatstadt ein Geschäft eröffnen. Doch kaum ist sie angekommen, wird sie im Hotel Zeugin eines Selbstmordversuchs: Rosetta, eine Tochter aus reichem Haus, meint an ihrer inneren Leere zu zerbrechen. Inmitten der schillernden, dekadenten Welt der Turiner Gesellschaft versucht Clelia, den Grund für den Lebensüberdruss der begabten jungen Frau
herauszufinden ..., Hörspiel nach dem Roman "Tra donne sole" (deutscher Titel: "Die einsamen Frauen").

Cesare Pavese, am 9. September 1908 im Piemont geboren, zählt zu den Begründern der modernen italienischen Literatur. Pavese studierte Literaturwissenschaften in Turin, schrieb Gedichte und übersetzte zahlreiche Werke aus dem Englischen (u.a. Herman Melville, William Faulkner, James Joyce und Charles Dickens). Wegen seiner antifaschistischen Haltung wurde er 1935 für acht Monate nach Kalabrien verbannt. Nach dem Krieg arbeitete er als Herausgeber, Übersetzer und Lektor beim Turiner Verlag Einaudi; 1950 erhielt Pavese den höchsten italienischen Literaturpreis, den "Premio Strega", am 27. August 1950 nahm sich Pavese mit einer Überdosis Barbiturate das Leben.

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