Literatur in Tel Aviv, Deutschland postkolonial

1. Besuch bei Etgar Keret und Assaf Gavron in Tel Aviv
2. Deutschland und sein koloniales Erbe

Beiträge

  • Besuch bei Etgar Keret und Assaf Gavron in Tel Aviv

    Unsere Reihe Nebenan Israel beginnen wir heute mit einem Ausflug in die Literaturszene des Landes: Sie sind beide um die Fünfzig, sie leben beide in Tel Aviv, und ihre Bücher sind internationale Bestseller. Ansonsten könnten sie aber verschiedener nicht sein. Etgar Keret schreibt in erster Linie Kurzgeschichten, in denen die Wirklichkeit gerne ins Surreale kippt und der Zufall die Figuren ganz schön durcheinander wirbeln kann. Assaf Gavron hingegen schreibt Romane, die sich mit sehr realen Problemen beschäftigen: mit Selbstmordattentätern, der Siedlerbewegung oder der belasteten historischen Beziehung zwischen Israelis und Briten. Eines haben die Bücher der beiden doch gemeinsam: den Humor nämlich, der zwischen dunkel und tiefschwarz angesiedelt ist. - Gestaltung: Wolfgang Popp

  • Programmhinweis: Sekou Kouyate im Porgy & Bess
  • Deutschland und sein koloniales Erbe

    Wem gehören die vielen Statuen, Schnitzereien und sonstigen Werke, die in unseren ethnologischen Museen schlummern? Der französische Präsident Macron kündigte vor kurzem überraschend an, all diese Artefakte an die Völker und Staaten zurückzugegeben, denen sie einmal gehörten. Eine große Geste - davon scheint man in Deutschland noch weit entfernt. Dabei geht es nicht nur um ein paar wenige Kunstwerke, sondern um eine 400-jährige Epoche. Das Zeitalter des Kolonialismus hatte für weite Teile Afrikas, Asiens und Amerikas katastrophale Folgen. Über diese Probleme wurde am Wochenende auf einer Konferenz in der Berliner Akademie der Künste diskutiert. Anwesend auch zahlreiche Rechtsanwälte, die sich um die Verstöße gegen die Menschenrechte im Kolonialismus kümmern. Das bekannteste Beispiel ist der Völkermord an den Hereros im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika. - Gestaltung: Werner Bloch

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