Literatur aus Israel: Amos Oz

Ö1 Nebenan: Israel: "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" von Amos Oz (aus dem Hebräischen von Ruth Achlama). Es liest Karl Menrad. Gestaltung: Nicole Dietrich

Der junge Amos erlebt das Jerusalem der 1940er Jahre aus der Perspektive einer feuchten Erdgeschosswohnung, in der sich seine Eltern ärmlich eingerichtet haben. Sie sind hochgebildete, aus Osteuropa geflohene Intellektuelle, die sich unter vielen anderen "Tolstojanern" in Jerusalem ein Leben ohne Demütigung wünschen.
Retrospektiv sucht Amos Oz, 1939 in Jerusalem geboren, den Selbstmord seiner Mutter 1952 zu erklären, in dem er die Geschichte seiner Familie wachruft und zu einem Panorama des Lebens osteuropäischer Juden in Palästina entwickelt: Einwanderer in einem gefährdeten Staat, die ganz eigenen Generationskonflikten entgegensehen.
Mit diesem monumentalen autobiographischen Roman, zeigt Amos Oz, Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels und einer der bekanntesten israelischen Schriftsteller, seine Gabe, betörend schön und pointenreich zu erzählen.

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Amos Oz, "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis". Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama. Suhrkamp, (11. Auflage) 2017

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