Schutzweg - Schutz weg?

Jeder gegen jeden auf dem Zebrastreifen?
Schutzwege und wie mit ihnen umgegangen wird.

Die Verkehrsunfallzahlen sind österreichweit im Sinken - mit einer Ausnahme: an Schutzwegen ohne Ampelregelung steigen sie sogar. Kinder und ältere Personen sind besonders gefährdet. Und das genau dort, wo Fußgänger laut Straßenverkehrsordnung einen "erhöhten Schutz" genießen. Verkehrsplaner in den Gemeinden stellen sich laufend die Frage, wo Zebrastreifen hingehören, wie man sie kennzeichnet und ob man in bauliche Maßnahmen wie Aufpflasterungen, Mittelinseln oder Lichtsignale investieren soll. Andererseits - die Autofahrer mit zu vielen und offensichtlich wenig frequentierten Fußgängerübergängen zu "ärgern", erweist sich auch wieder als kontraproduktiv. Das einzige, was auf Dauer zu helfen scheint, ist Bewusstseinsbildung. Autofahrer müssen die Absicht der Fußgänger am Fahrbahnrand abschätzen und besonders aufmerksam sein, wenn auf der anderen Seite etwa eine Schule, ein Kindergarten, ein Krankenhaus oder Altersheim liegt. Und Fußgänger müssen sich mit den anderen Verkehrsteilnehmern verständigen und darauf achten, dass sie gesehen werden.

Fühlen Sie sich sicher, wenn Sie eine Straße überqueren? Verlassen Sie sich auf den Schutz des Schutzweges, und haben Sie ein gutes Gefühl, wenn Sie Ihre Kinder allein auf einen Schulweg mit vielen Kreuzungen schicken? Nach der Sendung sind die Hörer unter 0800 22 69 79 oder moment@orf.at um ihre Antworten gefragt.


Gestaltung: Xaver Forthuber

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