Hadassah-Klinik

AP/TSAFRIR ABAYOV

Medizin ohne Grenzen

1. Wir sind Mediziner, keine Politiker! - Religions- und grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Hadassah-Klinik in Jerusalem
2. United Hatzalah - Blitzschnelle erste Hilfe durch Juden und Araber

1. Wir sind Mediziner, keine Politiker! - Religions- und grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Hadassah-Klinik in Jerusalem

Auch wenn man aufgrund der hiesigen Medienberichte den Eindruck erhält, in Israel auf Schritt und Tritt mit dem palästinensisch-israelischen Konflikt konfrontiert zu werden, so ist der Alltag in den Krankenhäusern des Landes erstaunlich normal. Viele Ärztinnen und Ärzte sind überlastet. Die Krankenhäuser haben Finanzierungsschwierigkeiten, es gibt Gangbetten und jede Menge Bürokratie - so weit, so gewöhnlich. Ein ganz besonderes Krankenhaus befindet sich im Westen Jerusalems - das Hadassah. Es thront auf einer Anhöhe, die sich "Hügel der Heilung" nennt. Hier gelingt, trotz der angespannten politischen Lage, scheinbar mühelos eine grenz- und religionsüberschreitende Zusammenarbeit. Eine High-Tech-Klinik, in der Juden, Christen und Moslems behandeln - und behandelt werden.
Ronny Tekal ist anlässlich des Ö1 Schwerpunktes Nebenan: Israel nach Jerusalem gereist und hat sich die Hadassah-Klinik näher angesehen.

2. United Hatzalah - Blitzschnelle erste Hilfe durch Juden und Araber

Krankentransporte aus palästinensischen Gebieten gestalten sich, aufgrund der israelischen Sperranlagen rund um die palästinensischen Wohngebiete, als schwierig.
Doch auch innerhalb Israels ist es für Rettungsfahrzeuge oft mühsam zu einem Unfallort oder ins Krankenhaus zu gelangen. Der Grund ist der überaus dichte Straßenverkehr.
Wer zu Stoßzeiten versucht, in den Ballungsgebieten rund um Tel Aviv oder Jerusalem mit dem Auto von A nach B zu gelangen, sollte sich besser für die nächsten Stunden nichts vornehmen. Stau gehört zum Alltag. Ein Problem, das auch in Österreich bekannt ist und die rasche Versorgung verunfallter Personen verzögert - Stichwort Rettungsgasse. Selbst im notfallmedizinisch sehr gut versorgten Wien benötigt die Rettung zwischen acht und zehn Minuten zum Einsatzort.
In Jerusalem hat man eine bemerkenswerte Lösung gefunden. Die vor rund zehn Jahren gegründete Organisation United Hatzalah, zu deutsch "Vereinigte Hilfe", vernetzt 4.000 freiwillige Laien. Sie erhalten eine sechs-monatige, 200 Stunden umfassende Ausbildung.
Bevor sie alleine losdürfen müssen sie noch 100 Einsätze mit einem erfahrenen Kollegen gemeinsam absolvieren. Die so genannten "First responder", also Ersthelfer, werden über Smartphones vernetzt und äußerst rasch an den Ort des Geschehens geleitet. Ein Beitrag von Ronny Tekal.

Redaktion: Christoph Leprich

Service

Dr. Alexander Avidan
Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin
Pain Clinic, Anaesthesiology and Intensive Care Unit
Hadassah Medical Center
http://www.hadassah-med.com/private-medicine/sharap/doctors-departments/anesthesiology-and-intensive-care|Abteilung Anästhesiologie]

Dr. Marco Harari
Arzt für Allgemeinmedizin, Kurarzt
DMZ Klinik für medizinische Klimaheiltherapie, Totes Meer
https://www.lothotel.de/clinic/
Mag. Jacob Klein
Psychologe, Kommunikationstrainer und Humor Coach
Tel Aviv
E-Mail
Dr. Marco Harari

Raphael Poch
First Responder, EMT
International Media Spokesperson
United Hatzalah
E-Mail
Staff

Artikel über die Hadassah-Klinik
Hadassah Medical Center, Jerusalem
Physicians for Human Rights
Perez-Center for Peace
United Hatzalah Israel
The fastest ambulance (Ted Talk von Eli Beer)
First Responder in Wien

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