Hauptkläranlage

APA/GEORG HOCHMUTH

Ist schon alles geklärt?

Die Kläranlage der Zukunft
Von Lukas Tremetsberger

Heute haben Kläranlagen einen hohen Verbrauch an Energie und Wasser, sie sind häufig die größten Stromverbraucher von Gemeinden. In Zukunft werden sie mit einem geringeren Stromverbrauch auskommen müssen, idealerweise können sie dann als Stromproduzenten Energie ins Netz einspeisen. Zu diesem Zweck wird derzeit in der Hauptkläranlage der Stadt Wien eine Faulungsanlage errichtet. Dort werden die Abwässer maschinell eingedickt und erwärmt.

Mikroorganismen bauen das organische Material im Klärschlamm ab. Forscherinnen und Forscher der TU Wien haben dieses System mitentwickelt. Sein Vorteil: Der dickere Schlamm ist platzsparend und kann mit geringerem Energieeinsatz erwärmt werden. Aus dem dabei entstehenden Methangas kann Strom erzeugt, der anfallende Schlamm verbrannt und die Abwärme ebenfalls genutzt werden.

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