Gesine Schwan

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Gesine Schwan über Glaube und Politik

"Was glauben Sie?" - Die Politikwissenschafterin Gesine Schwan über die Wurzeln ihres politischen Engagements und über die Rolle, die der Glaube dabei spielt. - Gestaltung: Johannes Kaup

Die Politikwissenschafterin Gesine Schwan wurde 1943 in Berlin-Reinickendorf geboren. Sie wuchs in einer politisch engagierten Familie auf, die in protestantischen und sozialistischen Widerstandskreisen aktiv war. Mit 20 Jahren ließ sie sich christlich taufen, schloss sich der sozialdemokratischen Partei an, blieb aber zugleich eine überzeugte Antikommunistin.

1969 heiratete sie den ebenfalls links engagierten Politikwissenschafter Alexander Schwan. Dieser wechselte allerdings 1978 durch seine Erfahrungen mit der Studentenbewegung ins konservative Lager und trat der CDU bei. 1974 habilitierte sich Gesine Schwan mit einer Arbeit zum Thema: "Die Gesellschaftskritik von Karl Marx. Philosophische und politökonomische Voraussetzungen".

Nach der Wiedervereinigung begründete sie die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder und wurde deren erste Präsidentin. 2004 und 2009 bewarb sie sich um die Kandidatur bei den Bundespräsidentschaftswahlen in Deutschland und scheiterte beide Male nur knapp. Schwan - und das ist zumindest in Berlin außergewöhnlich - bezeichnet sich öffentlich als überzeugte praktizierende Katholikin. Johannes Kaup hat Gesine Schwan nach den Wurzeln ihres politischen Engagements gefragt und welche Rolle der Glaube dabei spielt.

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