Wohnen unterwegs

Reisemagazin, u.a. mit: Der Teufelhof in Basel. Ein Kultur- und Kunsthotel seit 30 Jahren, von Ursula Burkert; Überleben im Winter. Bericht von einem Survival-Wochenende. Von Eva Roither; Urlaub im Kampong: Homestay am Land. Ein Erfahrungsbericht von Ernst Weber

Früher wurden sie als verrückte Künstler bezeichnet: Monica und Dominique Thommy waren schon einige Jahre mit ihrem "schiefen Theater" unterwegs, als sie 1976 sesshaft wurden und zunächst das Café am Andreas Platz und dann 1989 das Gast- und Kulturhaus Teufelhof am Basler Spalenberg eröffneten. Der Teufelhof ist quasi der Erfinder der Kunstzimmer: es geht um das Erleben von Kunst in einem neuen Kontext. Die Idee ist, dass die Hotelzimmer als Kunstwerke realisiert und als "Raumkunst" geschaffen werden. So wird die Kunst in einem neuen Kontext erlebbar.
Im Teufelhof will man ohne Bevormundung jedweder Behörden oder Subventionsgeber Theater, Kabarett, Musik und Kunst machen. Diese Philosophie führt der heutige Besitzer Raphael Wyninger gemeinsam mit den künstlerischen Leitern des Teufelhof-Theaters, Katharina Martens und Roland Suter, weiter. Vor einiger Zeit wurde auch der Archäologische Keller freigelegt. Dort kann man die alten Basler Stadtmauern aus dem 11. und 13. Jahrhundert besichtigen.

Wie baut man eine Notunterkunft im Schnee? Wie macht man ein Feuer? Wo findet man Wasser, wo Notnahrung in der freien Natur und mitten im Winter? Seit Jahren gibt der gelernte Nachrichtentechniker Reini Rossmann Unterricht in der Kunst des Überlebens. Er hat seine Passion zum Beruf gemacht und bietet Survivaltrainings zu allen Jahreszeiten sowie Wildpflanzen- und Kräuterführungen an. "Mein Fokus ist es, in der Natur mit wenig über die Runden zu kommen und altes Wissen wieder zugänglich zu machen", erklärt er. Eva Roither hat sich warm angezogen und die Kursteilnehmer/innen in die winterliche Landschaft nach Niederösterreich, Bezirk Lilienfeld begleitet. Dort werden sie unter Anleitung des Trainers auch Schneeschuhe bauen, Einblicke ins Spurenlesen bekommen und in der selbst gebauten Notunterkunft übernachten.

Mit Homestay Programmen wirbt Malaysia mit Urlaub im Dorf: Dorfbewohner werden im Umgang mit Touristen geschult und lassen sich bei der Arbeit und im Alltag über die Schulter schauen. Touristen dürfen am Dorfleben teilhaben, in der Küche beim Kochen helfen, im Garten mitarbeiten und Matten für Dächer flechten. Je nach Lage des Dorfes begleitet man Bauern oder Fischer bei ihrer Arbeit, nimmt an Dorffesten teil und lernt die Attraktionen der Umgebung kennen wie etwa bei nächtlichen Fahrten am Fluss, wo Millionen von Leuchtkäfern für imposante Lichtspektakel sorgen. "Homestay" -Angebote gibt es im ganzen Land. Diese Art der Ferien ist vor allem für asiatische Großstadtbewohner gedacht, die Haustiere oft nur vom Fernsehen kennen. Während manche Angebote allzu touristisch sind - etwa mit improvisierten Hochzeiten - bekommt man andernorts recht authentische Einblicke in ländliche Verhältnisse.

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