Grafik von Siedlern es "Oregon Trails" um 1844

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Manifest Destiny

Die Indigenenpolitik der USA im 19. Jahrhundert. Mit Christina Halwachs, Historikerin.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Manifest Destiny- das bedeutet im Deutschen so etwas wie "offensichtliche Bestimmung". In der Geschichte der USA war das Manifest Destiny eine Doktrin, die rechtfertigen sollte, dass die eingewanderte europäische Bevölkerung und ihre Nachfahren sich im Laufe des 19. Jahrhunderts auf dem gesamten Kontinent ausbreiteten - auf Kosten der bereits dort lebenden indigenen Bevölkerung.

Die westwärts ziehenden Pioniere verstanden sich als Erfüller eines göttlichen Auftrags zur nationalen Expansion und zur Verbreitung der sogenannten Zivilisation, während die Urbevölkerung zu Menschen zweiter Klasse degradiert wurde. Zahlreiche Gesetze der Indigenenpolitik der USA in jener Zeit orientierten sich am Manifest Destiny: Der Indian Removal Act, das Indianer-Umsiedlungsgesetz von 1830, lieferte die rechtliche Grundlage zur Vertreibung der Indigenen östlich des Mississippi.

Der General Allotment Act von 1887 hatte zum Ziel, den Zusammenhalt der Indigenen zu brechen und aus ihnen sesshafte Farmer zu machen. Auch der Mexikanisch-Amerikanische Krieg 1846-48 wurde im Namen des Manifest Destiny geführt - und dabei zahlreiche der heutigen südlichen Bundesstaaten erobert. Die Ideologie des Manifest Destiny prägt die USA bis heute, indem es die Ansicht einer Überlegenheit der Weißen tief in das gesellschaftliche Selbstverständnis eingegraben hat.

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