Kohle-LKW

RALF LEONHARD

Schwarze Löcher in Südafrika

Der südafrikanische Bergbau kommt nicht aus den Schlagzeilen: Immer wieder passieren schwere Unglücke und auch die umwelt- und gesundheitsschädlichen Methoden dieses Industriezweigs werden kritisiert.
Gestaltung: Ralf Leonhard

Erst vergangene Woche waren 955 Kumpel nach einem Stromausfall in einer Goldmine unweit der Hauptstadt Pretoria eingeschlossen, nach zwei Tagen konnten sie gerettet werden.

Lange Zeit war der Bergbau als Rückgrat der südafrikanischen Wirtschaft und wichtiger Arbeitgeber weitgehend unumstritten. Doch seit einigen Jahren wollen sich Dorfgemeinschaften nicht mehr damit abfinden, dass ihnen das Wasser abgegraben und, vor allem durch den Kohlebergbau, die Atemluft verschmutzt wird. Eine landesweite Kampagne, die das ehrgeizige Ziel von einer Million Klimajobs verfolgt, findet auch bei großen Gewerkschaften Anklang. Denn im Bergbau gehen immer mehr Arbeitsplätze verloren.

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