Fliegende Biene

DIRK LOUIS SCHORKOPF

Tropische Verwandte unserer Honigbienen

Tropische Bienen ohne Giftstachel.
Der Zoologe Dirk Louis Schorkopf über die Meliponen.
Teil 3: Kunstvolle Nesteingänge
Gestaltung: Renate Pliem

Meliponen sind in den Tropen und Subtropen beheimatet. Oft werden die Insekten auch als "stachellose" Bienen bezeichnet. Das ist aber irreführend, da sie noch einen rudimentären Stachel haben, sich damit aber nicht mehr verteidigen können.
Die Meliponen sind eine sehr artenreiche Gruppe. Ihre Größe variiert je nach Art, und auch ihr Aussehen ist unterschiedlich: So gibt es Meliponen, die an unsere europäischen Honigbienen erinnern, andere Arten kann man mit Wespen vergleichen, wiederum andere sogar mit Fliegen. Und so lästig wie Fliegen sind viele Meliponen: Da sie nicht stechen können, haben sie sich andere Verteidigungsmechanismen zugelegt - sie beißen, verstören den Gegner durch ihr durchdringendes Summen oder sondern ein Sekret ab, das sehr lange wie Feuer auf der Haut brennt.
Die indigene Bevölkerung der Tropen kennt auch die "Meliponenkultur". Köstlicher Honig wurde schon von den Maya gewonnen, und auch heute noch gibt es "Meliponarien", in denen Bienenvölker aufbewahrt werden. Der "indigene Honig" wird aber heute nur noch selten gewonnen, er wurde vom Honig der - importierten - europäischen und afrikanischen Honigbienen verdrängt.

Service

INTERVIEWPARTNER:

Dr. Dirk Louis Schorkopf
Der Zoologe forscht derzeit an der Universität Oslo in ständiger Zusammenarbeit mit brasilianischen Universitäten.


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