Cornelius Obonya

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Cornelius Obonya liest Slawomir Mrozek

"Das Jüngste Gericht" von Slawomir Mrozek (aus dem Polnischen von Klaus Staemmler). Es liest Cornelius Obonya. Gestaltung: Roland Knie, Präsentation: Gudrun Hamböck.

Ein Pole kommt in den Himmel. Und Vieles erscheint ihm dort vertraut: am Eingang weht eine rote Fahne, Petrus nimmt auf grauem, minderwertigem Papier die Personalien auf und an der Wand hängt das Riesenporträt eines Bärtigen. Die Engel und die erlösten Seelen gehen mit gestutzten Flügeln in Kolonnen hinter einem Blasorchester her. "Wie geht's mit der Erlösung?", fragt sie der Neuling…

Der polnische Autor Slawomir Mrozek (1930-2013) wurde als Schöpfer absurd-komischer Einakter über den "real existierenden Sozialismus" weltberühmt. Das Personal seiner satirischen Parabel gibt es nicht mehr, die Alleinseligmacher sind jedoch keineswegs ausgestorben, wenngleich sie heute mit den Schlagworten der Gegenseite um sich werfen.

Sendereihe

Übersicht