Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung.
1. Günter Brus - Retrospektive im Belvedere 21 in Wien
2. Das "Lines Ballet" von Alonzo King im Festspielhaus St. Pölten
3. Felix Mitterers "Jägerstätter" auf der Bühne des Salzburger Schauspielhauses

Günter Brus, eine der prägenden Figuren des Wiener Aktionismus und Pionier der internationalen "body art", feiert heuer im September seinen 80. Geburtstag. Schon jetzt starten zahlreiche Jubiläumsveranstaltungen. Das Belvedere 21 in Wien etwa würdigt sein Gesamtwerk mit einer umfassenden Retrospektive. Die Ausstellung zeigt wesentliche Werkzyklen des steirischen Ausnahmekünstlers und macht Zusammenhänge sichtbar - von der frühen Malerei über Performances und Aktionen bis zu späteren Zeichnungen, Bilddichtungen und Theaterarbeiten. Insgesamt sind mehr als 600 Einzelobjekte zu sehen, darunter Filme und bisher unbekannte Arbeiten.

Der afroamerikanische Choreograph Alonzo King zählt zu den Meistern der Ballettkunst. Mit seinem Tanzensemble "King Lines Ballet" setzt der Visionär neue Maßstäbe und sorgt mit seinen Tanz-Kreationen, die er selbst als "Denkstrukturen" bezeichnet, weltweit für Furore. Am 24. Februar präsentiert sich das Lines Ballet zum ersten Mal im Festspielhaus St. Pölten. In seiner aktuellen Choreographie mit dem Titel "Biophony" führt Alonzo King dem Publikum die Verbundenheit mit der Natur vor Augen. Er bedient sich dabei der Geräuschwelten von Flora und Fauna, Klängen der Ozeane und Länder unseres Planeten, die der Soundkünstler Bernie Krause bei seinen Weltreisen eingefangen hat.

Der Tiroler Theater-, Hörspiel- und Drehbuchautor Felix Mitterer feiert im Februar seinen 70iger. Das Salzburger Schauspielhaus präsentiert ab morgen die Wiederaufnahme seines - 2013 erschienenen - Dramas "Jägerstätter":
"Franz Jägerstätter lebt als Bauer in St. Radegund im Innviertel. Als einziger in seiner Heimatgemeinde stimmt er gegen den Anschluss an Hitler-Deutschland. Er soll in den Krieg einrücken, verweigert dies aber aus religiöser Überzeugung und wird dafür inhaftiert. Geplagt vom inneren Kampf zwischen Pflichtbewusstsein und Christentum, entscheidet er sich dann doch für "seine" religiösen Werte und landet vor dem Kriegsgericht." Ausgehend von einer wahren Begebenheit erzählt Mitterer die Geschichte eines Unangepassten, eines Sturschädels und Unruhestifters, der langsam zu einem wirklichen Helden reift, indem er die freie Entscheidung trifft, lieber zu sterben, als einem Verbrecherregime zu dienen.


Service

Günter Brus: Retrospektive "Unruhe nach dem Sturm" im Belvedere 21, 1030 Wien.

Das Lines Ballet mit Alonzo Kings Choreographie "Biophony": 24. Februar, Festspielhaus St. Pölten.

Jägerstätter" von Felix Mitterer - ab 17. Februar bis 2. März im Schauspielhaus Salzburg.

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