Kosovo-Fahne

APA/AFP/ARMEND NIMANI

Kosovo, London, Schweiz

Kosovo - Zehn Jahre Unabhängigkeitserklärung +++ London - Weltmetropole und Schmelztiegel der Kulturen +++ Schweiz - Zeitspenden für alte Menschen Moderation: Cornelia Krebs


Kosovo - Zehn Jahre Unabhängigkeitserklärung

Zehn Jahre nach der Verkündung der Unabhängigkeit haben die Serben des Kosovo weitgehende Bewegungsfreiheit, das Verhältnis zwischen Mehrheit und Minderheit entspannt sich, und auch die Integration des serbisch dominierten Nordens in den kosovarischen Staat macht Fortschritte. Das ist ein Ergebnis der Verhandlungen zwischen Pristina und Belgrad, die seit sieben Jahren in Brüssel unter Vermittlung der EU stattfinden. Doch Serbien und weitere fünf EU-Mitglieder erkennen die Unabhängigkeit des Kosovo weiter nicht an, während Brüssel jüngst klar gemacht hat, dass ohne schriftliche und dauerhafte Normalisierung der Beziehungen an einen EU-Beitritt nicht zu denken ist. Neben den Mühen der EU-Annäherung und der Verhandlungen mit Serbien hat auch die Entwicklung im Kosovo für viel Ernüchterung unter den Albanern gesorgt: Die wirtschaftliche und soziale Lage ist weiter schwierig, ausländische Investoren Mangelware, Korruption und Bürokratie weiter ein großes Problem. Christian Wehrschütz hat recherchiert


London - Weltmetropole und Schmelztiegel der Kulturen

In kaum einer Stadt ist die ethnische Vielfalt so groß wie in der britischen Hauptstadt. Insgesamt kann Großbritannien auf eine eindrucksvolle Geschichte der Einwanderung zurückblicken. Als alte Seefahrernation war es schon immer Dreh- und Angelpunkt für Menschen aus aller Welt. Im Zuge des Brexit Referendums ist die Debatte um Einwanderung vor allem aus anderen EU-Staaten wieder neu aufgeflammt. Was waren die großen Einwanderungsmomente, was hatten sie für Auswirkungen auf die Gesellschaft und wie hat sich das Bild von Einwanderern über die Jahre verändert? Ein Bericht von Leonie Heitz.


Schweiz - Zeitspenden für alte Menschen

So lange wie möglich zuhause bleiben - das ist wohl der Wunsch der meisten betagten Menschen. Dazu brauchen Sie Hilfe. Da gibt es einerseits die professionellen Organisationen, die Pflege und gewisse Betreuungsstunden anbieten. In der Schweiz wird derzeit ein Modell immer populärer- das nennt sich Zeitvorsorge. Menschen der 3. Generation helfen der 4. Generation. Die Stunden, die sie dort freiwillig in der Betreuung leisten, können sie später selbst wieder als kostenfreie Leistung beziehen. Dahinter stecken Stiftungen, die das Modell fiananziell absichern. Die Ostschweizer Stadt ST Gallen ist ein Beispiel dafür. Dort wird seit rund drei Jahren das Modell erprobt und evaluiert. Mittlerweile gibt es viele weitere Gemeinden, die auf Zeitvorsorge setzen. Raphaela Stefandl berichtet.

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