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Staudingergasse 6. Alltag an einer Wiener Brennpunktschule. Feature von Günter Kaindlstorfer

Aylin, Bojan, Yasin, Shirin, Zlatko und ihre Freunde kommen aus 22 Nationen - etwa aus der Türkei, Serbien, Syrien, Polen, Nigeria, Bosnien-Herzegowina und Afghanistan. Sie besuchen die "Neue Mittelschule" in der Staudingergasse - eine sogenannte Brennpunktschule in Wien-Brigittenau.

"Viele unserer Kinder kommen aus sozial benachteiligten Familien", weiß Monika Wenzel, seit 2013 Direktorin an der NMS: "Und es ist einfach so, dass diese Kinder besonders viel Zuwendung brauchen".

Diese Zuwendung versuchen fünfunddreißig Lehrkräfte an der Staudingergasse ihren Schülerinnen und Schülern zu geben - so gut es mit den begrenzten Ressourcen, die Kindern und Lehrkräften zur Verfügung stehen, eben geht. "Vor allem der Platzmangel ist ein Problem", sagt Monika Wenzel: "Unser Schulgebäude stammt noch aus der Gründerzeit, die Klassen sind viel zu klein, wir haben keinen Sportplatz und keinen Außenbereich, den winzigen Schulhof, den's gibt, kann man im Sommer wegen der brutalen Hitze nicht betreten. Also, da müsste dringend etwas getan werden".

Platzmangel ist allerdings nur eine Herausforderung, der sich die Pädagoginnen und Pädagogen der NMS Staudingergasse stellen müssen. Die anderen heißen: Analphabetismus, Lern- und Leseschwäche, ethnischer Pluralismus, religiöse Intoleranz - und Gewalt in der Familie.

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