Im Gespräch

"Medienmündigkeit ist zur Existenzfrage der Demokratie geworden" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Bernhard Pörksen, Medienwissenschafter und Buchautor

Nachrichten werden immer aufgeregter, übertriebener und unübersichtlicher. Noch dazu geistert seit einiger Zeit ein neuer Kampf-Begriff durch die Medienwelt: Fake-News. In Kombination mit der schnellen Verbreitung solcher Nachrichten über den digitalen Weg, entsteht eine beinahe permanente Erregung und Empörung bei jenen, die diese Nachrichten konsumieren.

Der 1969 in Freiburg im Breisgau geborene Medienwissenschafter Bernhard Pörksen hat sein neuestes Buch diesem Thema gewidmet: "Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung". Darin analysiert der Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und beschreibt das große Geschäft mit der Desinformation. Der Erfolgsautor Pörksen zeigt darin auch auf, wie sich unsere Idee von Wahrheit verändert und wie die Dynamik immer neuer Enthüllungen unsere öffentliche Debatte prägt.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz analysiert er die Geschwindigkeit der Medien in digitalen Zeiten, deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und Demokratie und berichtet von seinem Engagement bei der Erstellung der "Charta der Digitalen Grundrechte" der Europäischen Union.

Service

Bernhard Pörksen, "Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung", ab 18. Februar bei Carl Hanser Verlag, München

Bernhard Pörksen und Friedemann Schulz von Thun, "Kommunikation als Lebenskunst: Philosophie und Praxis des Miteinander-Redens", Carl-Auer Verlag 2016

Bernhard Pörksen und Heinz von Foerster, "Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners: Gespräche für Skeptiker", Taschenbuch, Carl-Auer Verlag 2016

Bernhard Pörksen, "Die Gewissheit der Ungewissheit: Gespräche zum Konstruktivismus", Taschenbuch, Carl-Auer Verlag 2015

Universtität Tübingen - Institut für Medienwissenschaft, Prof. Dr. Bernhard Pörksen

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