Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

"Studio Frankenstein" - Ein Radiokunststück von Studierenden, das im Rahmen einer Lehrveranstaltung bei Ralo Mayr in der Abteilung für Ortsbezogene Kunst an der Universität für Angewandte Kunst entstanden ist.

Studio Frankenstein
Radiostück für Ö1-Kunstradio, 50 min.

Studierende der Universität für angewandte Kunst Wien:
Rosie Benn, Jasjote Grewal, Lukas Gritzner, Natalia Gurova, Daniel Hüttler, Ekaterina
Kostova, Monica LoCascio, Eirik Melstrøm, Benjamin Nelson, Pia Plankensteiner, Irene
Reichart, Raphael Reichl, Andrea Resner, CarMiña Tarilonte Ro.
Konzept und Produktion im Rahmen der Lehrveranstaltung von Ralo Mayer an der
Abteilung Ortsbezogene Kunst.

Dank an Philipp Haupt, Rainer Schreckenthaler / AGRO Merchants Wien


Ein Schrei zerreisst die Stille der Nacht.
Und gleich auch den Vorhang zwischen Natur und Kultur.
Aber es ist nicht das Monster, das schreit - sondern die entsetzten Schöpfer_innen.
"I have just found a body."

Vor 200 Jahren wurde Mary Shelley's Roman "Frankenstein" veröffentlicht - vielleicht
der erste Mythos der Moderne. Seither sucht die Geschichte von Victor F. und seinem
Monster unsere Vorstellungskraft heim und durchzieht Diskussionen über künstliches
Leben und das Verhältnis von Natur, Technologie und Gesellschaft.
In einem Schlüsselmoment der Erzählung hält sich das Monster in einem kleinen,
dunklen Raum versteckt. Es hört Stimmen und beobachtet das Verhalten der Menschen.
Das Monster nimmt auf.

Willkommen im Studio Frankenstein.

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Abteilung Ortsbezogene Kunst haben
Studierende der Angewandten ein Radiostück produziert - zusammengeflickt wie das
Monster selbst. Die einzelnen Arbeiten nähern sich zeitgenössischen Themen und
Fragen zu Ökologie, Geschlecht oder Identität. Wie Kapitel eines monströsen Romans
variieren die Stücke Inhalte, Stile und Erzählperspektiven.
Gerahmt wird dieses Experiment von einer Expedition ins ewige Eis Erdbergs: Während
Shelleys Roman in der Arktis beginnt und endet, errichtete Studio Frankenstein in Zeiten
des Klimawandels sein Basislager in einem Kühlhaus unweit der Wiener
Schlachthausgasse.

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