Jazz ab 1938

Emigration und Tarnung: Der März 1938 als Zäsur in der österreichischen Jazzgeschichte. Gestaltung: Andreas Felber

Der 12. März 1938 bedeutete auch für viele Jazzmusiker und -musikerinnen einen dramatischen Einschnitt in ihre bisherigen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten. Nicht wenige wie die Bandleader Bobby Sachs oder Hans Robert Korngold (der ältere Bruder des Komponisten Erich Wolfgang Korngold), mussten emigrieren. Andere wie Klarinettist Gustav Voglhut wurden deportiert und ermordet.

Andererseits nützen Musiker immer wieder mitunter phantasievolle Strategien und fanden überraschende Freiräume vor, um den als "verjudete Negermusik" geächteten Jazz weiterhin zu praktizieren: nicht zuletzt in der "Steffl-Diele" im Café de l'Europe nahe dem Stephansdom, wo noch 1943/44 Sessions stattfanden, an denen auch italienische und französische Musiker teilnahmen, die als Zwangsarbeiter nach Wien verschleppt worden waren.

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