Skulpturenpark bei Graz; Frühlingsbräuche in Valencia; Transatlantik-Passage

Reisemagazin, u.a. mit: Natur und Kunst im Dialog - Ein Besuch im Österreichischen Skulpturenpark. Von Ursula Burkert; Knalliges zum Frühlingsbeginn - Fallas in Valencia. Ein akustischer Lokalaugenschein von Edgar Schütz; Transatlantik-Passage - Von Southampton nach New York per Schiff. Eine Erfahrung von Sophie Menasse.
Redaktion: Ursula Burkert

60 Skulpturen von Fritz Wotruba über Franz West bis hin zu Erwin Wurm und Heimo Zobernig treten sieben Kilometer südlich von Graz auf einem Areal von rund sieben Hektar in Verbindung. Während sich die von Dieter Kienast gestaltete Parklandschaft im Laufe der Jahreszeiten stetig verändert, die Bäume und Sträucher wachsen, Blüten sprießen und sich das Laub verfärbt, durchleben auch die Kunstwerke, die unter freiem Himmel der Witterung ausgesetzt sind, gewisse Wandlungen und Metamorphosen.

Die Materialien reagieren auf die Umwelteinflüsse und entfalten im Zusammenspiel mit den wechselnden Naturgegebenheiten ihre Wirkung immer wieder neu. Zum Beispiel Peter Weibels "Erdkugel als Koffer": Da ragt ein überdimensionaler Griff eines Koffers aus einer Wiese. Im Frühling ist das Gras zunächst ganz kurz, im Sommer überwuchert es beinah diesen Griff, der den Betrachter vermuten lässt, dass die Weltkugel ein riesiger Behälter ist, der gefüllt ist mit Daten, Organismen und Informationen. Der Österreichische Skulpturenpark, der heuer sein 15-jähriges Bestehen feiert, öffnet wieder am 24. März seine Tore.

Schon in der Früh werden bei den "Fallas" in der spanischen Mittelmeerstadt Valencia die ersten Kanonenschläge gezündet. Musikgruppen ziehen durch die Stadt. Ohrenbetäubend wird der Lärmpegel, wenn mittags ein Knallkörper-Konzert beginnt, die "mascletá". Tausende durch eine lange Zündschnur verbundene Böller explodierten binnen Minuten. Die Pyrotechniker lassen es so richtig krachen. Wenn es der Menge gefällt, werden sie wie Superstars gefeiert. Besonders heiß geht es her, wenn in der Nacht von Sonntag auf Montag die oft meterhohen Puppen, die in monatelanger Kleinarbeit zu oft zeitkritischen Themen gestaltet wurden, verbrannt werden. Die "Fallas", mit denen von Mitte März über mehrere Tage der Frühling begrüßt wird, sind wohl das lauteste Fest Spaniens. 2016 erklärte die Weltkulturorganisation UNESCO sie zum "immateriellen Kulturerbe der Menschheit". Ein echter Knaller, meinen nicht nur die Valencianer.

Lange Zeit war eine Schiffsreise die einzige Möglichkeit, um von der Alten in die Neue Welt zu kommen. Unzählige Schiffe überquerten den Atlantik zwischen Europa und den USA. Heute gibt es nur noch einen einzigen Ocean Liner: die Queen Mary 2. Gebaut, um dem oft wilden Wetter des Nordatlantiks zu trotzen, ist sie das einzige Passagierschiff, das regelmäßige Atlantik-Überquerungen anbietet. Sieben Tage dauert die Reise von Southampton in Großbritannien nach New York - einen Tag länger als vor 100 Jahren. Vieles hat sich seitdem verändert, vieles auch nicht. Sophie Menasse berichtet.

Service

Informationen:

Österreichischer Skulpturenpark
Thalerhofstraße 85
8141 Premstätten, Österreich
T +43-316/8017-9704
skulpturenpark@museum-joanneum.at
Öffnungszeiten: 24. März 2018 bis 31. Oktober 2018
Mo-So, Feiertag 10 - 20 Uhr
Führungen: T +43-699/1334 6831


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