Im Gespräch

"Niemand kann uns ein Happy-End versprechen". Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Yascha Mounk, Politikwissenschafter und Autor

Noch vor einigen Jahren war die europäische Demokratie unumstritten. Das hat sich geändert: Manche Politiker/innen - und sie sind nicht nur in den Visegrád-Staaten zu finden - bemühen sich erst gar nicht, ihre Geringschätzung für diese "beste aller Staatsform" zu verheimlichen.

Immer häufiger fragen sich Wissenschafter/innen, ob die uns vertraute Demokratie ausgedient hat. Allein die Tatsache, dass die Frage aufkommt, ist bedenklich. Einer, der sich ebenfalls dieser Frage stellt, ist Politikwissenschafter Yascha Mounk.

Heute lehrt der Sohn polnischer Eltern als Dozent für Politische Theorie am Government Department der Harvard University. Der 1982 in München geborene Politologe ist darin geübt, andere Blickwinkel und Perspektiven einzunehmen und Vertrautes zu hinterfragen.

2014 veröffentlichte er "Stranger in My Own Country". Zu Deutsch: "Echt, du bist Jude? Fremd im eigenen Land." Darin setzt er sich mit seinem Jüdischsein in Deutschland auseinander.

Yascha Mounk publiziert regelmäßig in Zeitungen wie "The New York Times", "The Wall Street Journal", "Foreign Affairs" und "Die Zeit". Außerdem moderiert er seinen eigenen Podcast mit dem Titel "The Good Fight", in dem er mit seinen Gästen über Ideen, Strategien und Methoden spricht, mit denen autoritärer Populismus bekämpft werden kann.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz analysiert Mounk das Aufkommen autoritärer und populistischer Politik in den USA und Europa, die Möglichkeiten des Widerstandes und die Frage nach der Zukunft der Demokratie.

Service

Yascha Mounk, "Der Zerfall der Demokratie: Wie der Populismus den Rechtsstaat bedroht", Droemer 2018
Yascha Mounk, "Echt, du bist Jude? - Fremd im eigenen Land", Kein & Aber 2015
Yascha Mounk, "The Age of Responsibility", in englischer Sprache, Harvard University Press, 2017

Yascha Mounk

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