Alte Aufnahme eines Zuges

TECHNISCHES MUSEUM/ALFRED LUFT

Wege nach Pressburg - Huldigung des Obsoleten

Ausstellung im TM: Stadtverbindungen. Wien-Bratislava
Buch über Wiener Waagen

Ausstellung im TM: Stadtverbindungen. Wien-Bratislava

Einst fuhren die Pressburger Damen mit ihr zum Kaffeekränzchen ins Café Demel nach Wien. Zwei Stunden hat die Fahrt damals noch gedauert, dafür hatte man auf weiten Teilen der Strecke eine herrliche Aussicht auf die Donau. Die Rede ist von der elektrisch betriebenen Lokalbahn Wien-Pressburg, das heutige Bratislava. 1914, als die Strecke eröffnet wurde, hieß die Stadt allerdings noch Pozsony und gehörte zu Ungarn. Das Technische Museum Wien widmet der historischen Streckenverbindung Wien-Bratislava nun eine Ausstellung.- Gestaltung: Hanna Ronzheimer


Buch über Wiener Waagen

Der Fotograf Andreas Urban hat sich eines Tages vorgenommen, alle in Wien öffentlich aufgestellten Personenwaagen abzulichten. Daraus ist in der Wiener "Schule für Dichtung" die Idee entstanden, diese Fotos in einem Buch zu veröffentlichen, erinnert sich der künstlerische Leiter der Schule, Fritz Ostermayer. Im Sonderzahl-Verlag erschienen, liegt damit nun der Bildband "Wiener Waagen" auf, der von der Poesie ihres Ablaufdatums erzählt. Denn trotz ihrer massiven Erscheinung werden diese Relikte einer vergangenen Zeit kaum wahrgenommen. Wer aber mit offenen Augen durch Wien geht, entdeckt die noch über hundert einsatzbereiten Waagen in Parks, Bahnhöfen oder bei Straßenbahn Haltestellen.
So gut wie nicht in Verwendung und damit ihrer Bestimmung beraubt, sind sie scheinbar dazu verdammt, nutzlos auf ihrem Standplatz auszuharren. Im Buch "Wiener Waagen" wird ihnen deswegen neben den Fotos, in verschiedenen Texten eine Huldigung an das Obsolete zu Teil. Die Essays, Gedichte und Betrachtungen wurden einerseits von den Schülern der "Schule für Dichtung" verfasst, wo es zu dem Thema eigens ein Online-Projekt gab. Andererseits von bekannten Schriftstellerinnen und Schriftstellern wie Bodo Hell, Barbi Markovic, Rosa Pock, Ernst Molden, Tex Rubinowitz oder Friederike Mayröcker.- Gestaltung: Ursula Mürling-Darrer




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