Arzt hinter 3D-Drucker

DPA/ANDREAS ARNOLD

Medizin aus dem Drucker

1. Grazer Forscher/innen arbeiten an einfach konfektionierbaren Medikamenten
Gestaltung: Sylvia Andrews

2. Aadhaar
Die größte biometrische Datenbank der Welt
Gestaltung: Benjamin Breitegger

1. Von Hörgeräten, Brillen und passgenauen Prothesen bis hin zu druckfrischen Knochen und Organen: Der 3D-Druck hat auch in der Medizin längst seinen Platz gefunden, und mit dem Medikament Spritam hat die US-Arzneibehörde FDA im Jahr 2015 auch das erste Medikament zugelassen, das 3-D-Drucker im "Schicht-um-Schicht"-Verfahren produzieren.
Österreichische Wissenschafter/innen gehen nun einen Schritt weiter: Sie entwickeln ein Druckverfahren, in dem medizinische Wirkstoffe mittels Tintenstrahldrucker auf papierdünne Streifen aufgetragen werden.

So sollen Arzneimittel verschiedenster Art und Konsistenz künftig mittels Rezept in der Apotheke ausgedruckt werden können. Vorbei wäre dann die Zeit, als Patienten oft eine Vielzahl verschiedener Tabletten und Kapseln schlucken mussten. Ein im Mund schmelzender Streifen soll auch unterschiedliche Arzneistoffe in exakter Dosierung auf einem einzigen Streifen vereinen - individuell zusammengestellt nach den medizinischen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten.

Wie der Apothekenbesuch der Zukunft aussehen könnte, darüber spricht Sylvia Andrews mit Forscherinnen und Forschern vom Research Center Pharmaceutical Engineering (RCPE), der Technischen Universität und der Med Uni in Graz.

2. Derzeit hat Indien 1,3 Milliarden Einwohner. Schon in sechs Jahren, so die Vereinten Nationen, wird der Subkontinent der bevölkerungsreichste Staat der Welt sein, noch vor China. Wie kann die indische Regierung da noch den Überblick bewahren? Nun, sie hat eine Antwort: Aadhaar - das bedeutet in Hindi "Fundament" oder "Basis". Aadhaar ist die größte biometrische Datenbank der Welt. In ihr sollen alle Einwohner Indiens gespeichert werden, damit sie etwa nur dann Unterstützungen beziehen, wenn sie ihnen zustehen. In der Praxis hat Aadhaar allerdings viele Tücken. Benjamin Breitegger hat mit dem Botschaftsrat an der indischen Botschaft in Österreich und einer Kritikerin des Projekts gesprochen.

Moderation und Redaktion: Franz Zeller

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