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Radiokolleg - Reiche Ernte

Dienstag
27. Juli 2010
09:05

Die immateriellen Früchte des Gartens (2). Gestaltung: Joanna Stockhammer und Matthias Haydn

Knackiges Gemüse und frisches Obst sind die greifbaren Produkte der Gartenarbeit. Soziologen, Therapeuten, Sozialarbeiter und Künstler erkennen im Gärtnern auch andere Qualitäten: immaterielle Früchte sind z. B. Therapie, Wissen und Gemeinschaft.

Ausgehend von den USA und über Deutschland hat mittlerweile auch in Österreich die Idee von Gemeinschaftsgärten Fuß gefasst. Dabei bewirtschaften Menschen mit unterschiedlicher Sozialisation gemeinsam zuvor meist brach gelegene innerstädtische Flächen. Solche Gemeinschaftsgärten fördern den interkulturellen Kontakt, aber auch die Kommunikation zwischen Generationen.

Auch in der Gartentherapie wird das Gärtnern eingesetzt, um das psychische und physische Wohlbefinden von Menschen zu unterstützen - zum Beispiel bei psychiatrischen Erkrankungen, bei Suchtkranken oder in der Geriatrie. Gärten funktionieren auch als Experimentierfeld. Die Schulbeete des "grünen Klassenzimmers" sind Lern- und Übungsfläche für das Verständnis ökologischer Zusammenhänge in begreifbarem Maßstab: Kompostierung, Stoffkreisläufe und Nachhaltigkeit werden nachvollziehbar.

Beim Gärtnern, zumal in der Stadt, geht es immer auch um Fragen der Nutzung des (öffentlichen) Raumes. Beim "Guerilla-Gardening" geht es nicht in erster Linie um den gärtnerischen Ertrag, sondern um künstlerische Intervention und um ein Statement für mehr Grün und das Einbringen eines persönlichen Standpunkts.

Gestaltung: Joanna Stockhammer und Matthias Haydn

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