Mittwoch
30. Juni 2010
16:40
Häufig unerkannt - ADHS bei Erwachsenen
Drogenabhängigkeit im Alter - Neue Therapiestrategien vonnöten
Häufig unerkannt - ADHS bei Erwachsenen
ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, gilt immer noch hauptsächlich als Kinderkrankheit, sofern sie überhaupt als Krankheit akzeptiert wird. Seit Jahren werden ja geradezu Glaubenskriege um die Existenz dieser Diagnose geführt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts werden besonders unkonzentrierte und/oder extrem zappelige Kinder mit so genannten Neurostimulanzien behandelt, am bekanntesten ist Methylphenidat. Wird die Störung bei Heranwachsenden nicht erkannt oder nicht behandelt, kann sie sich auch im Erwachsenenalter noch bemerkbar machen - und die Biografie erheblich beeinflussen. Menschen mit ADHS können sich schwer auf eine Aufgabe konzentrieren, wirken rastlos und unorganisiert, sie schlafen schlecht und sind leicht reizbar. Schon ein Buch zu lesen oder einen Film zu verfolgen, kann in manchen Fällen unmöglich sein. Die Folgen: abgebrochene Ausbildungen, häufige Arbeitsplatzwechsel, Beziehungskrisen.
Konzentrationsschwäche oder Unruhe in bestimmten Phasen hat wohl fast jeder schon einmal bei sich festgestellt. Aber wie findet man verlässlich heraus, ob man am Krankheitsbild ADHS leidet? An wen soll man sich wenden, und welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Ein Beitrag von Xaver Forthuber.
Drogenabhängigkeit im Alter - Neue Therapiestrategien vonnöten
Laut Österreichischem Drogenbericht sind hierzulande 30.000 Menschen opiatabhängig. Immer mehr suchtkranke Personen erreichen, nicht zuletzt aufgrund der verbesserten Betreuung in den vergangenen 20 Jahren, ein höheres Lebensalter.
Wie die nun mit österreichischer Beteiligung zu Ende gegangene internationale Studie
SDDCare zeigt, gibt es zunehmend ältere Personen, die ihre Suchtkrankheit zwar überlebt, jedoch nicht überwunden haben. Das Gesundheitssystem ist auf diese Drogengeneration jedoch kaum vorbereitet.
Um diese Patientengruppe adäquat betreuen zu können, braucht es niederschwellige und flexible Therapieangebote, meint Mag. Harald Spirig von der Wiener Drogentherapie-Einrichtung Schweizerhaus-Hadersdorf. Ronny Tekal-Teutscher hat mit dem Soziologen gesprochen.
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