Salzburger Nachtstudio

Archiv des Wissens: Der Alternative Nobelpreis - Hoffnung und Verwirklichung. Gestaltung: Tina Plasil

Ernährungssituation, natürliche Ressourcen, Umweltzerstörung, kulturelle Diversität, Menschenrechte, Frieden, Bildung, Klimawandel. All diese Bereiche stehen zwar immer wieder zur Diskussion, liegen aber dennoch im Argen und bedürfen eines raschen Umdenkens. Personen oder Organisationen, die mit praktischen Modellen und Lösungen einen besonderen Beitrag für einen Richtungswechsel hin zu einer besseren Welt leisten, werden mitunter mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Dieser Preis, der offiziell "Right Livelihood Award" heißt, wurde 1980 von dem schwedisch-deutschen Philatelisten und Schriftsteller Jakob von Uexküll ins Leben gerufen, und feiert heuer seinen dreißigsten Geburtstag. Jedes Jahr werden humanitäre, soziale und ökologische Projekte ausgezeichnet, die nicht ins Vergabemuster des Nobelpreises passen und die sich den dringlichsten Herausforderungen unserer Welt stellen.

Wie sieht eine nachhaltige, sozial gerechte Zukunft für alle Menschen aus? Wie kann der derzeitige Trend der Destruktivität verlassen werden? Welche alternativen Szenarien gibt es, um unsere Welt vor dem Abgrund zu schützen? Fragen dieser Art werden bei einer Konferenz vom 15. bis 18. September in Bonn diskutiert und analysiert, Synergien und Lösungsstrategien sollen gefunden werden.

Das Salzburger Nachtstudio fasst die Errungenschaften des Alternativen Nobelpreises der letzten dreißig Jahre zusammen, hinterfragt kritisch die Wirksamkeit eines solchen Preises und berichtet aktuell von den neuesten Bestrebungen und Projekten.

Service

Geseko von Lüpke (2003): Die Alternative: Wege und Weltbild des Alternativen Nobelpreises, Riemann Verlag
Geseko von Lüpke (2009): Zukunft entsteht aus Krise: Antworten von Joseph Stiglitz, Vandana Shiva, Wolfgang Sachs, Joanna Macy, Bernard Lietaer u.a., Riemann Verlag
Frances Moore-Lappé (1985): Diet for a Small Planet (20th Anniversary Edition), Ballantine Books
Leopold Kohr (2002): Das Ende des Großen. Zurück zum menschlichen Maß, Müller-Verlag (vergriffen)
Jürgen Streich (2005):Vorbilder: Menschen und Projekte, die hoffen lassen. Der alternative Nobelpreis, Verlag Kamphausen

InterviewpartnerInnen
Jakob von Uexküll, Gründer der Right Livelihood Foundation
Ole von Uexküll, Geschäftsführer der Right Livelihood Foundation
Geseko von Lüpke, Journalist und Buchautor, Deutschland
Wangari Maathai, Umweltschützerin, Kenia
René Ngongo, Umweltschützer, Demokratische Republik Kongo
Leopold Kohr, Philosoph, Österreich
Robert Jungk, Zukunftsforscher, Österreich & Deutschland
Hans Peter Dürr, Quantenphysiker, Deutschland
Dekha Ibrahim Abdi, Friedensaktivistin, Kenia
Martin Almada, Menschenrechtsaktivist, Paraguay
Monika Hauser, Gynäkologin und Menschenrechtsaktivistin, Deutschland
Vandana Shiva, Umweltaktivistin, Indien
Percy Schmeiser, Landwirt und Umweltaktivist, Kanada
José Lutzenberger, Agrochemiker und Umweltaktivist, Brasilien
Helmy Abouleish, Geschäftsführer von Sekem, Ägypten
Ibrahim Abouleish, Gründer von Sekem, Ägypten

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