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Gesellschaft

Diagonal - Radio für Zeitgenossen

Samstag
26. Februar 2011
17:05

Zur Person Rudolf Steiner - "alles aus zweiter Hand?" Präsentation: Michael Schrott
Anschl.: Diagonals Feiner Musiksalon: Keren Ann, "101"

Was geht nicht alles auf ihn zurück: Waldorfschulen, biologisch-dynamischer Landbau, anthroposophische Medizin und Heilmittel, die Bewegungskunst Eurythmie, anthroposophische Architektur und Kunst. Und das sind nur die bekanntesten Schöpfungen des Eisenbahnersohns Rudolf Steiner, geboren am 27. Februar 1861 im damals ungarischen Kroatien, aufgewachsen an verschiedenen Bahnhöfen entlang der Südbahn in Niederösterreich.

Steiners Stationen: Studium der Mathematik an der Technischen Hochschule in Wien, Beschäftigung mit Literaturwissenschaft, Herausgeber von Goethes naturwissenschaftlichen Schriften, Übersiedlung nach Weimar und dann Berlin. Ab der Jahrhundertwende veröffentlicht Rudolf Steiner Schriften zu Mystik, Christentum, zur "geistigen Welt". Sein Werk umfasst rund 350 Bücher und geschätzte 6.000 Vorträge.

Bis zu seinem Tod im Jahr 1925 entwickelt Steiner eine Lehre, die polarisiert: Kritikern erscheint sie abgehoben, verschroben und in ihren rassistischen Elementen bedenklich. Für seine Anhänger - allein die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft soll weltweit 50.000 Mitglieder zählen - ist Rudolf Steiner ein Vordenker von ungebrochener Aktualität, an dessen Denksystem nicht gerüttelt werden darf. Aber wie urteilte der große Kurt Tucholsky schon in den zwanziger Jahren über Steiner: "Alles aus zweiter Hand, ärmlich, schlecht stilisiert ... und das hat Anhänger!"

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