Dimensionen - Magazin
1. Lärmquelle Intensivstation
2. Giftstoffe mit Hilfe von Nanostrukturen aufspüren
3. Mission zu den Mars-Monden Phobos und Deimos.
4. Die "Wiener Gesera" - Die Vernichtung der Wiener Judenstadt 1420/21.
Redaktion und Moderation: Franz Tomandl
11. März 2011, 19:06
Wer nach einem Herzinfarkt oder einer schweren Operation auf die Intensivstation kommt, der ist in guten Händen. Rund um die Uhr wird der Patient überwacht und betreut - und im Notfall sprintet sofort ein Arzt oder Pfleger ans Bett. Sollte man meinen, doch die Wirklichkeit sieht manchmal anders aus, nach dem Motto: Stell dir vor, es ist Alarm und keiner kümmert sich drum - einfach, weil es zu viele Signale gibt. Ingenieure deutscher Universitäten wollen dem alt bekannten Problem jetzt zu Leibe rücken. Mit Eberhard Kochs, Anästhesiologische Klinik, TU München; Michael Imhoff, Abteilung Medizinische Informatik, Ruhr-Universität Bochum. Autor: Hellmuth Nordwig
Das Aufspüren und Identifizieren von Problemstoffen, wie zum Beispiel Drogen oder Sprengstoffen, ist ein gefährliches Verfahren. Um eine giftige Substanz zu identifizieren, muss man eine Probe des Stoffes entnehmen. Die internationale Forschungsgruppe I-R-ON versucht derzeit eine Technologie zu entwickeln, die das Auffinden von Problemstoffen ermöglichen soll, ohne mit ihnen in Kontakt zu kommen. Und das mit Hilfe von sogenannten Nano-Strukturen. Mitglieder der Forschungsgruppe sind unter anderem die Technische Universität Wien und die Technische Universität in München. Mit Karl Unterrainer, Institut für Photonik, TU Wien. Autor: Florian Petautschnig.
Wenn man sich nach außen hin aus unserem Sonnensystem verabschiedet, ist der Mars der nächste Himmelskörper, auf den man trifft. Doch auf dieser Umlaufbahn ist noch mehr los. Das Mars-System nämlich besteht - außer dem Roten Planeten selbst - noch aus seinen beiden Monden, Phobos und Deimos. Weder für Raumsonden und schon gar nicht für bemannte Flüge haben diese beiden Gesteinsbrocken bislang eine sonderliche Rolle gespielt. Das könnte sich jedoch im Zuge einer Expedition von Astronauten Richtung Mars ändern. Über Missionen zu den Mars-Monden berät ab Montag eine internationale Weltraumkonferenz in Kalifornien, die das amerikanische SETI-Institut zusammen mit der US-Raumfahrtbehörde NASA veranstaltet. Mit Pascal Lee, Ames Research Center der NASA; Buzz Aldrin, Astronaut; Barack Obama; Wladimir Obukhov, Forschungsinstitut RIAME in Moskau. Autor: Guido Meyer.
Die "Wiener Gesera", die Vernichtung der Wiener Judenstadt im 15. Jahrhundert, ging als ungewöhnlich grausamer Pogrom in die Geschichtsschreibung ein. 210 jüdische Männer und Frauen wurden auf der Erdberger Lände verbrannt, 800 Arme wurden vertrieben, die Synagoge wurde geschleift. Was Herzog Albrecht den V. zu dieser planmäßigen Vernichtung bewogen hat, ist letztlich nicht geklärt. Neben wirtschaftlichen Gründen und politischen Interessenkonflikten, dürften auch die Traktate und Predigten von Priestern und Theologen die judenfeindliche Stimmung angeheizt haben. Anlässlich des Jahrestages der "Wiener Gesera" befasste sich eine Tagung der Katholisch-Theologischen Fakultät und des Instituts für jüdische Geschichte Österreichs mit der Vernichtung der Wiener Judenstadt im Spannungsfeld von Wirtschaft, Religion und Politik. Mit Martha Keil, Institut für jüdische Geschichte. Autorin: Marlene Nowotny.
