Mittwoch
27. Juli 2011
16:40
Reiterhosen - Krankheit, nicht ästhetischer Makel
(Gestaltung: Anna Siebinger)
Kunsttherapie - wie Bilder auf Körper und Seele wirken
(Gestaltung: Xaver Forthuber).
Redaktion: Christoph Leprich und Nora Kirchschlager
1. Reiterhosen - Krankheit, nicht ästhetischer Makel
Sie quälen sich häufig durch eine Diät nach der anderen und treiben exzessiv Sport, nehmen jedoch nicht ab: Die Rede ist von Frauen mit einer chronischen Fettverteilungsstörung - Lipödem genannt. Aufgrund der meist markanten Fettpolster in Hüft- und Gesäßbereich umgangssprachlich auch als Reiterhosen bezeichnet, sind Lipödeme nicht die Folge einer ungesunden Lebensweise und weit mehr als nur ein ästhetisches Problem. Die nicht heilbare Erkrankung ist meist genetisch bedingt. Hierzulande leiden tausende betroffene Frauen unterschiedlichen Alters unter einer enormen psychischen Belastung. Im fortgeschrittenen Stadien kann die Erkrankung entstellende Ausmaße annehmen. Kaum zu glauben - die Krankenkassen weigern sich in vielen Fällen die nötigen Therapien zu erstatten. Darüber, über Symptome, Therapieprogramme und den Aufklärungsbedarf selbst bei ärztlichem Personal hat Anna Siebinger mit Dr. Gabriele Menzinger, wissenschaftliche Beraterin und ehemalige Vizepräsidentin der Österreichischen Lymphliga, gesprochen.
2. Kunsttherapie - wie Bilder auf Körper und Seele wirken
Die Kunstpsychologie erforscht die Wirkung von Bildern auf den seelischen und körperlichen Zustand eines Menschen. Der Umgang mit Bildern und Symbolen hinterlässt bleibende Eindrücke, kann Gefühle wachrufen und Erinnerungen aktivieren. Malerei, Musik und moderne Medienformen können auf diesem Weg auch gezielt therapeutisch eingesetzt werden - bei autistischen Jugendlichen ebenso wie bei an Morbus Alzheimer Erkrankten.
Die deutschen Kunsttherapeuten Karl-Heinz Menzen und Peter Rech sprachen mit Xaver Forthuber über die Entstehung der Kunstpsychologie, welche Wirkungen die Auseinandersetzung mit Kunst haben kann und in welchen Bereichen diese Erkenntnisse bereits therapeutisch eingesetzt werden.
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