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Gesellschaft

Im Gespräch

Donnerstag
15. September 2011
21:00

"Einkommen ist ein Bürgerrecht. Vollbeschäftigung eine Illusion. Deshalb müssen wir Arbeit und Einkommen trennen." Michael Kerbler im Gespräch mit Götz Werner, Gründer der Drogeriemarktkette "dm"

"Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Grundeinkommen gesorgt wäre?" Die Frage, die der Gründer der Drogeriemarktkette "dm", Götz Werner, gerne stellt, zielt auf eine neue Lebensperspektive ab: nicht zu arbeiten, um ein Einkommen zu erwirtschaften, sondern zuerst ein Grundeinkommen zu haben, das jedem die Möglichkeit einer sinnvollen Arbeit eröffnet. Frei nach Jean-Jacques Rousseau: "Des Menschen Freiheit liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will".

Die Finanzierbarkeit des bedingungslosen Grundeinkommens - Werner sprach zuletzt von Euro 1.000,-- pro Staatsbürger - steht für den Unternehmer angesichts der gewaltigen Wirtschaftsleistung, ablesbar am Bruttosozialprodukt, außer Zweifel. Götz Werner: "Einkommen ist ein Bürgerrecht. Vollbeschäftigung eine Illusion. Deshalb müssen wir Arbeit und Einkommen trennen." Das Resultat: das Grundeinkommen verschafft den Bürgern die Möglichkeit, für die Mitmenschen sinnvoll tätig zu sein. "Darin liegt die Zukunft des Sozialstaats", ist sich Götz Werner sicher.

Über Gegenargumente, zu erwartende Hindernisse und Strategien der Umsetzung der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens traf Michael Kerbler den deutschen Unternehmer zu einer Diskussion der Ö1 Reihe "Zeitgenossen im Gespräch" im Rahmen der "GlobArt Academy 2011" im Kloster UND in Krems (Niederösterreich).

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