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matrix - computer & neue medien

Sonntag
16. Oktober 2011
22:30

1. Kommt das asiatische Medien-Jahrhundert?
2. The Internet of Elsewhere.

1. IPI World Congress in Taiwan

Anfang vergangener Woche hat die Republik China mit Militärparaden, Shows und Feuerwerken ihren hundertsten Jahrestag begangen. Gefeiert wurde die Gründung der Republik durch den großen Gründervater Sun Yat-sen und das Ende des chinesischen Kaiserreichs. Aber nicht nur in Taiwan, sondern auch in der Volksrepublik China hat man den Sturz des Kaisers gefeiert und gleichzeitig Taiwan zur Wiedervereinigung eingeladen. Das Verhältnis zwischen China und Taiwan war auch Thema des diesjährigen IPI Congress, der Ende September in Taipei über die Bühne gegangen ist. Taiwan präsentierte sich auf dem Kongress des internationalen Press Institute als asiatisches Musterland in Sachen Pressefreiheit. Und tatsächlich schneidet Taiwan im asiatischen Vergleich gut ab. Dennoch scheinen Taiwans Medien in einer strukturellen Krise zu stecken. Ein Ausweg aus der Krise: Das InternetChina betreibt ein eigenes State Internet Information Office, um das Netz im Land, vor allem Online-Spiele und Videos, besser kontrollieren zu können. Andererseits scheint das Internet in Asien ohnehin unpolitischer als jenes im Westen oder besonders in jungen revolutionären Staaten wie Ägypten oder Tunesien zu sein. Die meisten Chinesen nutzen das Netz vorwiegend als Unterhaltungsmedium. Wie sich Pressefreiheit und Internet in Asien entwickeln, damit beschäftigte sich Ende September der "IPI World Congress" in Taiwan. Margarita Köhl und Daniel Hufler berichten aus Taipei.

2. Über die Entwicklung des Netzes anderswo

Das Internet ist in den USA entstanden und viele Forschungseinrichtungen und Firmen, die das Internet und das Web weiterentwickeln, sind im Silicon Valley oder in Boston in den USA angesiedelt. Für jemanden wie Cyrus Farivar suh-ROOS FAR-ih-var, der in Kalifornien aufgewachsen ist, könnte also der Eindruck entstehen, dass die Vereinigten Staaten das am besten vernetzte und in Sachen Internet innovativste Land der Welt sind. Cyrus Farivar ist jedoch Technologie-Journalist und als solcher von Natur aus skeptisch und neugierig. Als er eines Tages in einer Zeitung las, dass Estland den Zugang zum Internet zu einem Menschenrecht erklärt hatte, begann er sich dafür zu interessieren, wie das Internet anderswo aussieht. Daraus ist sein kürzlich erschienenes Buch "The Internet of Elsewhere. The emergent Effects of a Wired World" entstanden, in dem er exemplarisch vier sehr unterschiedliche Länder beschreibt. Sonja Bettel hat das Buch gelesen und mit Cyrus Farivar am Rande seines Vortrags in Salzburg gesprochen.

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