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Radiokolleg - Leben unter extremen Bedingungen

Mittwoch
23. November 2011
09:30

Anpassungskünstler unter Tieren und Pflanzen (3). Gestaltung: Thomas Thaler

Die Menschheit hat mit Hilfe ausgeklügelter Überlebenstechniken große Gebiete der Erde besiedelt. Dennoch ist unsere Spezies nur in einem engen Temperaturspektrum leistungsfähig und benötigt Luft zum Atmen und ständigen Nachschub an Wasser und Nahrung.

Umso mehr faszinieren uns die Anpassungskünstler unter den Tieren und Pflanzen. Sie gedeihen und vermehren sich - scheinbar mühelos - in Lebensräumen, die weit außerhalb unserer "Komfortzone" liegen. Hitze, Kälte, Trockenheit, aber auch Sauerstoffmangel und Giftstoffe führen zu Bedingungen, die uns als geradezu "lebensfeindlich" erscheinen.

Tatsächlich sind einige dieser Faktoren für das Leben limitierend. Jenseits bestimmter Grenzwerte können selbst hoch spezialisierte Organismen nicht mehr existieren. Durch die Erkenntnisse der modernen Forschung mussten unsere Vorstellungen von diesen Grenzen jedoch immer weiter verschoben werden. So wurden im antarktischen Eispanzer großflächige Algenkolonien entdeckt, und in den dunklen Tiefen der Ozeane gibt es an giftigen, 300 Grad heißen Quellen artenreiche Lebensgemeinschaften. Selbst in den eisigen Weiten des Weltraums wird nach den Spuren des Lebens gesucht.

Unsere Intuition, unsere anthropozentrische Sicht, trügt in diesem Zusammenhang. Denn auch wir Menschen haben uns im Laufe der Evolution auf der Erde an Bedingungen angepasst, die aus Sicht des Lebens als "extrem" angesehen werden müssen. Sauerstoff und Sonnenlicht z. B. - für unser Wohlbefinden unabdingbar - sind für lebende Zellen in höchstem Maße gefährlich.

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