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Musik

Apropos Musik. Das Magazin

Freitag
13. Jänner 2012
10:05

1. Labelporträt cpo: Lust auf Entdeckungen
2. Rettet Streaming die Musikindustrie?
3. Rezension: Bühnenbildnerin Anna Viebrock
4. Musiklexikon: "Taktstock"
Moderation: Irene Suchy

1. Musikleben ist Klangleben

Burkhard Schmilgun Tonträger Produzent im Studiogespräch mit Irene Suchy

Kurz vor Weihnachten hat uns Burkhard Schmilgun besucht, dem wir Gestalterinnen und Sie, unser Publikum, besonders schöne und rare Aufnahmen auf dem Label cpo verdanken. In seinem Oeuvre, und auch als Produzent ist er ein Schaffender, sind wunderbare Besonderheiten von Ferdinand Ries bis George Onslow, von Lully bis Johann Christian Bach, rare barocke Opern oder Kammermusik. Es ist eine Freude Burkhard Schmilgun zuzuhören: über das Klangleben der Musik, die lustvolle Qual der Partiturenauswahl, den Einfluss der Tonträgerindustrie auf das Konzertleben und von Glück und Zufall, in die Musikgeschichte einzugehen oder in der zweiten Reihe übersehen zu werden. Burkhard Schmilgun im Studiogespräch: zum Schluss nimmt er Stellung zur die Verlängerung der Frist für das Interpretenschutzrecht, bisher 50 Jahre nun 70 Jahre nach Erscheinen eines Tonträgers oder einer Aufnahme liegt das Recht beim Interpreten oder seinen Nachkommen. Viele rare historische Aufnahmen müssen nun weitere 20 Jahre in den Archiven verstauben.

2. Spotiy – Musik auf Abruf

Über Streaming, Loading und Hearing

30 Millionen Euro – so viel Geld verliert in Österreich die Unterhaltungsindustrie nach Schätzungen des Vereins für Antipiraterie pro Jahr durch illegale Downloads. Vor allem die Musiklabels haben das besonders stark zu spüren bekommen. Die Industrie ist gebeutelt: Die Verkaufszahlen bei der CD sind seit Jahren rückläufig. Eine ganze Generation von Musikhörerinnen und Musikhörern ist herangewachsen, die gewohnt ist, für Musikgenuss nichts mehr zu bezahlen, sondern alles gratis im Internet zu finden. Nun sieht die Plattenindustrie einen Lichtschein am Ende des Tunnels - der Hoffnungsschimmer kommt aus dem vielgeschmähten Internet. Über neue Streamingangebote im Netz und die möglichen Folgen für Hörerinnen, Musikerinnen und User. - Gestaltung: Rainer Elstner

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oe1.ORF.at - Rettet Streaming die Plattenindustrie?

3. Das Vorgefundene erfinden

Über das Werk der Bühnenbildnerin Anna Viehbrock

Der Bühnenbildnerin Anna Viebrock wurde 2011 nicht nur zu ihrem 60. Geburtstag bei den Salzburger Festspielen vom Verlag "Theater der Zeit" der Bildband "Das Vorgefundene erfinden" gewidmet, sondern bereits zuvor eine Ausstellung im Schweizerischen Architekturmuseum in Basel unter dem Titel "Im Raum und aus der Zeit".

Zitat

"Christoph Marthaler und ich lieben Dinge, die sonst vergessen werden", so die Bühnenbildnerin in einem in dieser Publikation veröffentlichten Interview mit Hubertus Adam, in dem es weiter heißt: "Alltägliche Dinge, die - als ich anfing - einfach weggeschmissen wurden und die man gemeinhin nicht für würdig hielt, auf der Bühne gezeigt zu werden, denen wollte ich einen Platz einräumen, um sie einfach sichtbar zu machen und sie aufzubewahren. Als wir anfingen, war unser Anliegen, dass man sich um derlei kümmert und nicht nur um Prunk und Ausstattung. Das war eine im weitesten Sinne politische Aussage. Und im Theater von Christoph Marthaler geht es um Leute, die eigentlich sehr alltäglich sind. Ich würde uns als Flaneure bezeichnen, die viel auf gemeinsamen Reisen und Spaziergängen entdecken, was wir dann unbedingt ins Bühnenbild einbauen wollen. Da wir uns meist von der klassischen Theaterform lösen und Projekte machen, sind wir frei, zu entscheiden, wie das Bühnenbild aussehen soll. Da kann man dann all die Dinge unterbringen, die man einfach gerne mag".

Und anläßlich dieser Werkschau hat der Merian Verlag auch eine in deutsch und englisch abgefasste, broschierte, 128 Seiten umfassende Publikation mit über 160 Farbabbildungen, als neunten Band der ausstellungsbezogenen Publikationsreihe S AM herausgebracht, eine Veröffentlichung, in der - wie es im Umschlagtext heißt - 17 Bühnenarchitekturen Viebrocks, die zwischen 1997 und 2010 entstanden sind, im Zentrum stehen. - Rezension: Michael Blees

4. Musiklexikon

Gestik der Autorität und des Zeitmaßes - der Taktstock. Ein Musiklexikon mit Cornelius Meister, des Chefdirigenten des RSO Wien

Jetzt war er oft im Bild - am 1. Jänner am Neujahrstag beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wurde er an beiden Händen gehalten, der Musik vorangetragen, stand im Mittelpunkt des Bildes im Augenblick der Stille vor der Musik, bis er in die rechte Hand des Dirigenten wechselte und der ganzen Welt die Tempi vorführte: der Taktstock.

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Gestaltung: Irene Suchy · zur Sendereihe

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