Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Keine Panik! Lassen sich Menschenmassen kontrollieren? Gestaltung: Stefan Geier

Es kann jeden von uns treffen: in der U-Bahn, bei einem Rock-Konzert, im Fußballstadion oder im Einkaufszentrum. Wenn Menschenmassen in Panik geraten, wird es schnell lebensgefährlich. Dann gilt für alle nur eines: so schnell wie möglich hinaus aus der Masse und weg vom Geschehen! Weil wir Menschen uns in einer Gruppe erstaunlicherweise völlig anders verhalten, als wenn wir alleine sind, kann die Gruppendynamik in Menschenmengen schnell tödlich enden.

Wissenschaftler, Ingenieure und Rettungskräfte suchen daher nach Verfahren, wie man Menschen im Notfall so schnell wie möglich evakuieren kann. Zuerst aber müssen sie herausfinden, wie sich Menschenmassen überhaupt verhalten, im Normal- und im Notfall. Dafür lassen Physiker große Testgruppen durch abgesteckte Parcours laufen, mit Engstellen, Ecken und Kreuzungen und entwickeln aus den Beobachtungen Modelle, wie sich Menschen in der Masse bewegen. Biologen suchen nach Mustern in Tierschwärmen und finden heraus: Fische verhalten sich ähnlich wie Menschenmassen. Ingenieure nutzen diese Simulationen, um in einem großen deutschen Stadion den modernsten Evakuierungs-Assistenten der Welt zu installieren.

Die Sendung begleitet die Wissenschafter bei ihrer Suche: zu Wasser, zu Land und in der Luft. Immer mit dem gleichen Ziel vor Augen: sie wollen herausfinden, ob man Katastrophen wie z. B. bei der Love-Parade in Duisburg verhindern kann.

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