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Musik

Zeit-Ton

Dienstag
06. März 2012
23:03

Eingedenk der Wahrheit des Augenblicks: Portrait Renald Deppe. Gestaltung: Lothar Knessl

Er, dem fernöstliches Gedankengut vertraut, dem es um künstlerische Freiheit geht und um die Abwehr faschistoider Doktrinen, um Ent- statt Eingrenzung: Er also kuratiert im Wiener Porgy & Bess just die sich "Strenge Kammer" nennende Veranstaltungsserie, die freilich das Gegenteil des Titels im Programm führt: Vielfalt und Offenheit. "Streng" ist allenfalls die auf Originalität bedachte künstlerische Selektion; und "Kammer", weil etwa Mikrostrukturen innerhalb von Klängen und Bildern Intimität beanspruchen.

Renald Deppe, Saxofonist, Klarinettist, Komponist, Grafiker, Gründer respektive Leiter der Graben-Fest-Tage, der Capella con durezza, der Wachauer Pestbläser etc., folgt dem Motto eines Zenmeisters aus dem 9. Jahrhundert: "Lass das Auge die Klänge fangen, dann wirst du endlich verstehen ..."

Mit der Ersten Austriakischen Nothelferkapelle will er im Quartett dem - wohl vorzeitig tot gesagten - Jazz auf die Beine helfen, verbal unterstützt von Bodo Hell. In Krems entfaltet Deppe in der Reihe "Imago Dei" das Projekt makroPHONIA, wo heimische und koreanische Musiker und Musikerinnen visuelle Mikrostrukturen in Grafiken und Fotos vergrößernd transformieren zum Raumerlebnis heutiger Klangwelt. In einer Kochshow, bei der Franz Hautzinger, Bernhard Breuer und Renald Deppe kochmusikalisch Assistenz leisten, erfährt man überraschender Weise, dass man Geld sehr wohl essen kann. Und politisches Ungemach gehört jedenfalls mit allen Mitteln kritisiert, eben auch kraft musikalischer Parameter. - Einiges davon ist von Renald Deppe zu erfahren, im Gespräch mit Lothar Knessl.

Gestaltung: Lothar Knessl · zur Sendereihe

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