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Musik

Ö1 bis zwei

Mittwoch
21. März 2012
13:00

mit Mirjam Jessa. Händels vier, fünf, sechs oder neun Violinsonaten? Loreley kämmt und der Frühling kommt

Vier Violinsonaten (HWV 359a, 364, 361 und 371) stammen sicher von Händel. Vier werden heute oft anderen Meistern zugeschrieben (HWV 368, 370 372 und 373). Und bei einer ist man sich nicht sicher, ob Händel sie wirklich für Violine geschrieben hat (HWV 358). Das ist schon die erste Entscheidung, die ein Interpret treffen muss, will er eine "Gesamtaufnahme" der Händel-Violinsonaten einspielen. Besetzung, Verzierungen, eigene Improvisationen und viele kleine Details kommen hinzu, die bei dieser, damals nur im privaten Kreis aufgeführten und daher schlecht dokumentierten, Musik, als offene Fragen dazu kommen.

Julia Schröder hat all diese Fragen zusammen mit ihren musikalischen Partnern so herzerfrischend beantwortet, historisch bestens informiert und doch frei und lustvoll in der Ausführung mit wechselnden Besetzungen, sie improvisiert modulierende Übergänge von einem Satz zum nächsten oder sogar von einer Sonate zur folgenden - ihre Händelschen Violinsonaten sind ein einziges großes Fest für die Ohren.

"Meine Seele hört im Sehen wie den Schöpfer zu erhöhen alles jauchzet, alles lacht. Höret nur! Des beblümten Frühlings Pracht ist die Sprache der Natur", heisst es in einer deutschen Arie von Händel. Doch dann geht es mit Heine und Schumann an den Rhein, wo sich auf einem Felsen sitzend Loreley ihr goldenes Haar kämmt.

Gestaltung: Mirjam Jessa · zur Sendereihe

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