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Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Dienstag
17. April 2012
19:05

Nachkriegs-Töchter. Mädchen nach dem Zweiten Weltkrieg, ihre Soldatenväter und "Rabenmütter". Gestaltung: Ulrike Schmitzer

Lange Zeit wurden die Folgen des Zweiten Weltkriegs nur aus männlicher Sicht erforscht: Jetzt stellen sich Historikerinnen die Frage, wie die Frauen, die zwischen 1930 - '45 geboren wurden, die Nachkriegszeit erlebt haben. In ganz Europa schätzt man die Zahl der Halbwaisen auf insgesamt 20 Millionen. Wie erging es den Töchtern ohne Väter?

In der Gesellschaft der 50er Jahre wurden erwerbstätige Mütter gesellschaftlich ausgegrenzt, sie wurden als "Rabenmütter" abgestempelt. Konnten diese Frauen ihre Töchter bei der Ausbildung ausreichend unterstützen? Entgegen damaliger Vermutungen war der soziale Aufstieg eines der Hauptanliegen der Mütter. Welche Folgen hatte es, wenn der Vater zwar aus Gefangenschaft und Krieg zurückkam, aber als seelisches Wrack? Wie gingen die Frauen damit um? Wie erlebten die Mädchen ihre bis dahin unbekannten Soldatenväter? Konnten sie die geistige Abwesenheit, das Schweigen, die emotionale Distanz und schließlich die Aggression der Väter deuten?

Die Ideologie des Nationalsozialismus setzte sich noch lange nach dem Krieg in der Gewalt gegen Kinder fort. Was wurde aus der "geprügelten Generation"?

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Sabine Bode, "Nachkriegskinder. Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter", Klett-Cotta Verlag

Ingrid Müller-Münch, "Die geprügelte Generation. Kochlöffel. Rohrstock und die Folgen", Klett-Cotta Verlag

Babara Stambolis, "Töchter ohne Väter. Frauen der Kriegsgeneration und ihre lebenslange Sehnsucht", Fachbuch Klett-Cotta

Svenja Goltermann, "Die Gesellschaft der Überlebenden. Deutsche Kriegsheimkehrer und ihre Gewalterfahrungen im Zweiten Weltkrieg", Pantheon Verlag

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