Dimensionen - die Welt der Wissenschaft
Die Inszenierung der Stadt. Neue kulturelle Ökonomien. Gestaltung: Brigitte Voykowitsch
30. April 2012, 19:05
Für die Ökonomien der europäischen Metropolen hat der Kultursektor in den letzten Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Zum Image einer Stadt gehören heute Kultur-Festivals und andere Groß-Events, weshalb Städteforscher den Begriff der Festivalisierung geprägt haben.
Ob Musik, Sprechtheater oder Tanz - die Zahl solcher Festivals ist rasant angestiegen, und Festivals spielen im globalen Städtewettbewerb um Distinktion und Identität eine wichtige Rolle. Stadtverwaltungen investieren in diese kulturellen Ökonomien, die ihrerseits für die Wirtschaft der Stadt von großer Bedeutung sind.
Anhand der Nutzung des Wiener Rathausplatzes - wo Anfang Mai wieder die Wiener Festwochen eröffnet werden - lässt sich diese Entwicklung hervorragend illustrieren, die geplante Kunstpassage Karlsplatz ist ein weiteres Beispiel für das, was vielerorts in Europa vor sich geht. Historische Stadtzentren werden im Zuge dieser Festivalisierung neu bespielt und mit einem neuen Image versehen. Auch für das internationale Ranking der Städte mit der höchsten Lebensqualität sind kulturelle Faktoren mitbestimmend.
