Saldo - das Wirtschaftsmagazin

Ist Raiffeisen zu mächtig? Der Einfluss der Manager unter dem Giebelkreuz auf Politik, Medien und Wirtschaft. Gestaltung: Paul Schiefer, Moderation: Nadja Hahn

Christian Konrad, der scheidende Raiffeisen Generalanwalt, gilt als einer der mächtigsten Männer Österreichs. Jetzt tritt er ab. Am Freitag übergibt er einen Teil seiner Aufgaben an Erwin Hameseder, bisher Chef der Raiffeisen Niederösterreich-Wien und der Raiffeisen Holding. Ende Juni gibt er auch das Amt des Generalanwalts ab. Ein Anlass für "Saldo", den Raiffeisen-Konzern unter die Lupe zu nehmen.

Das schwarze Giebelkreuz auf gelbem Grund ist für viele Menschen in Österreich in erster Linie das Zeichen für die Raiffeisen-Bank im Ort. Doch die Raiffeisen-Gruppe ist viel mehr. Über Lagerhäuser, Molkereien und Getreidemühlen spielt Raiffeisen eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft. Fast die gesamte Frischmilch wird in Raiffeisen-Molkereien verarbeitet, Mehl von Farina und Finis Feinstes wird in Raiffeisen-Mühlen gemahlen. Raiffeisen ist darüber hinaus an hunderten Unternehmen beteiligt - etwa an der Uniqa-Versicherung, und dem Stahlkonzern Voest. Aber auch an wichtigen Zeitungen und Magazinen, wie Profil und Kurier. Der politische Einfluss - etwa über den Parlamentsklub der ÖVP - ist ebenfalls beträchtlich. Kritikern ist Raiffeisen viel zu mächtig, in der Landwirtschaft, in den Medien und der Politik. "Saldo" hat Experten gefragt, ob diese Kritik berechtigt ist.

Service

Raiffeisenverband
Raiffeisen-Tochter Leipnik-Lundenburger (größter europäischer Mühlenkonzern, Vorstandschef Ex-Vizekanzler Josef Pröll)
Zucker-Konzern Agrana (gehört ebenfalls zu Raiffeisen)
Wiener Stadtzeitung Augustin

Sendereihe