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Open Innovation

matrix - computer & neue medien

Sonntag
20. Jänner 2013
22:30

"3D-Drucker - Aus dem Hobbyraum ins Wohnzimmer?" Zum Ö1 Schwerpunkt "Open Innovation"
Gestaltung: Anna Masoner

In den 1970er Jahren bastelten technikaffine Jungs an elektronischen Geräten, die ein paar Jahre später als PCs in jedem Büro standen. Heute werkeln sie in schlichten Garagen, einschlägigen Hackerspaces oder Uniwerkstätten an 3D-Druckern, die Gegenstände aus Computerdateien erzeugen können.

Doch ob digitale Fabrikatoren eine ähnliche Revolution auslösen werden wie seinerzeit der Personal Computer, steht noch in den Sternen.

Wozu 3D-Drucker?

Zwar sind 3D-Drucker in den letzten Jahren billiger geworden und kosten heute nur mehr ein paar Tausend Euro. Die technischen Möglichkeiten sind allerdings noch beschränkt. Und auch von einer anderen Seite lauern Schwierigkeiten. So wurden bereits Piraterievorwürfe gegen gefabbte Ware laut. Manche in der Branche fürchten, dass schärfere Copyrightgesetze die 3D-Technologie für daheim ganz ins Abseits befördern könnten.

3D-Piraterie

Sollten die 3D-Minifabriken trotz derzeitiger Beschränkungen weite Verbreitung finden, werden sie als angebliches Piraterie Werkzeug auf Widerstand stoßen. Davor warnte die Non Profit Organisation Public Knowledge aus Washington, bereits vor zwei Jahren in einer Studie. Der Verfasser ist der amerikanische Jurist und Mitarbeiter von Public Knowledge, Michael Weinberg. Wie schon zuvor bei Druckerpresse, Kopiergerät und PC werden manche den 3D-Druck als Bedrohung erachten, ist er überzeugt. 3D Drucker wären somit für Hersteller physischer Gegenstände das, was für die Content Industrie das Internet ist - eine riesige Gratisvervielfältigungsmaschine. Doch anders als Kunstwerke wie Filme oder Songs haben Gegenstände rechtlich meist keinen Urheber.

Pistolen aus dem 3D-Drucker

Für Kontroversen hat auch die Initiative einer Gruppe junger Amerikaner gesorgt, funktionstüchtige Waffen mit 3D-Druckern herzustellen. Im Sommer 2012 gab es bereits einen ersten Schusstest, mit einer Pistole die zum Teil aus dem 3D-Drucker stammte. Die Videodokumentation der Schießübung findet man auf Youtube.

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