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Musik

Osterfestspiele Salzburg 2013

Mittwoch
27. März 2013
19:30

Sächsische Staatskapelle Dresden, Dirigent: Christian Thielemann; Chor des Bayerischen Rundfunks; Christiane Karg, Sopran; Michael Volle, Bariton. Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem op. 45 (aufgenommen am 25. März im Großen Festspielhaus Salzburg in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)

Erstmals Dresden statt Berlin

Als vor eineinhalb Jahren der Intendant der Osterfestspiele, Peter Alward, die Sächsische Staatskapelle Dresden und ihren Chef Christian Thielemann als Nachfolger der Berliner Philharmoniker und Simon Rattles in Salzburg vorstellte, hatte er damit einen veritablen Coup gelandet. Das traditionsreiche Orchester aus der alten Residenzstadt an der Elbe verspricht Neuerung und Kontinuität zugleich: Dass ab sofort ein Opernorchester im Graben des Festspielhauses musizieren wird, ist neu. Mit Thielemann ist allerdings auch ein Anknüpfen an die Vergangenheit verbunden.

Als Beleg für die Fortsetzung der Tradition präsentierte Peter Alward im März des Vorjahres ein Foto, das Christian Thielemann auch in seinem 2012 erschienenen Buch "Mein Leben mit Wagner" publiziert hatte: Es zeigt im Zentrum Herbert von Karajan bei einer Solist/innenprobe und daneben einen jungen Thielemann im Norwegerpullover am Klavier. Hinter den beiden steht Peter Alward, damals für EMI in München tätig, und blickt ihnen über die Schulter. So fügt es sich scheinbar logisch, dass Christian Thielemann für sein Osterfestspiele-Debüt Richard Wagners Bühnenweihfestspiel "Parsifal" ausgewählt hat - in Koproduktion mit der Semperoper Dresden.

Zwei der drei Orchesterkonzerte dirigiert der Chef selbst: "Ein deutsches Requiem" von Johannes Brahms - damit will Thielemann die Tradition des geistlichen Werks am Karfreitag (und am Montag davor) wiederbeleben - und einen Abend mit dem 5. Klavierkonzert von Beethoven und der 4. Symphonie von Brahms.

Der erste Dresdner Gastdirigent Myung-Whun Chung leitet das erste Orchesterkonzert mit der "Freischütz"-Ouvertüre des von Wagner sehr geschätzten Carl Maria von Weber, einem weiteren Beethoven-Klavierkonzert mit Evgeny Kissin, und - wie Christian Thielemann formuliert - "um das Orchester nochmal in seiner ganzen Virtuosität vorzuführen, haben wir noch einen kleinen Mahler-Nachklang mit der 1. Symphonie. Das hat alles einen inneren Zusammenhang, ohne übermäßig belehrend sein zu wollen - sonst kommt man vor lauter Querverweisen gar nicht mehr aus dem Nachdenken heraus. Zuviel Intellektuelles kann müde machen - zu viel Kulinarik macht satt."

 

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