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Salzburger Nachtstudio

Mittwoch
27. März 2013
21:00

Leiden, das bewegt. Neue Forschungsergebnisse zur Passion Jesu
Gestaltung: Wolfgang Bauer

Sie stellen die zentralen Texte des Christentums dar und haben die abendländische Kulturgeschichte beeinflusst wie kein anderes Schriftstück. Obwohl die Erzählungen und Berichte vom Leiden und Sterben Jesu in den vier Evangelien fast 2.000 Jahre alt und wissenschaftlich bestens untersucht sind, führen aktuelle Forschungen über die Passionsberichte immer wieder zu interessanten, neuen Interpretationen und Schlussfolgerungen. Vor allem die Auswertungen dokumentarischer Papyri, Tonscherben, Wachs- und Holztäfelchen liefern interessante Erkenntnisse, zum Beispiel über die Verhör- und Foltermethoden oder das Begnadigungsrecht der römischen Gerichtsbarkeit, der Jerusalem zum Zeitpunkt der Kreuzigung Jesu unterstand.

Bei den untersuchten Dokumenten handelt es sich um Texte des Alltags. Da drängt sich auch die Frage auf, wie weit die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse mit den verschiedenen Interpretationen der Passion unserer Kulturgeschichte übereinstimmen und wie weit sie differieren. Jesusfilme (etwa eines Pier Paolo Pasolini oder Mel Gibson), Passionsspiele und andere Ausdrucksformen der Kunst bzw. der Volksfrömmigkeit nähern sich der biblischen Vorlage auf jeweils unterschiedliche Art und Weise. So hat sich etwa der Autor Felix Mitterer, der den Text zu den diesjährigen Passionsspielen von Erl schreibt ("die größte Herausforderung meines Lebens als Dramatiker"), vorgenommen, einen "ungewohnten, unkonventionellen Blick auf Jesus, auf die Frauen und Männer an seiner Seite und auch auf seine Gegner zu werfen".

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