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Europa-Journal

Freitag
26. April 2013
18:20

1. Ehe für alle in Frankreich
2. Der Energiehunger der Türkei
3. Eine Alternative zu Orban?
4. Die Ofenbauer von Auschwitz
Moderation: Brigitte Fuchs

Ehe für alle in Frankreich

Monatelang wurde in Frankreich diskutiert und demonstriert, in den letzten Wochen ist der Konflikt auch eskaliert. Das Gesetz zur sogenannten "Ehe für alle", das es auch homosexuellen Paaren erlaubt zu heiraten und Kinder zu adoptieren, hat die Gemüter mehr als erhitzt. Die Debatten waren äußerst emotional, oft auch feindselig und in den letzten Wochen ist es sogar zu Ausschreitungen und Übergriffen gekommen. Trotz des zum Teil starken Gegenwindes wurde das Wahlversprechen von Präsident Hollande aber umgesetzt und das Gesetz am Dienstag mit absoluter Mehrheit in der Nationalversammlung beschlossen. Von einem historischen Tag war danach die Rede. Während die einen ausgelassen feiern, hoffen die Gegner immer noch darauf, dass das Verfassungsgericht das Gesetz vielleicht doch noch kippen könnte. - Ein Beitrag von Barbara Schieder

Der Energiehunger der Türkei

Rund 4.000 Wasserkraftwerke sollen bis zum Jahr 2023 im Nordosten der Türkei gebaut werden. Das Land möchte pünktlich zum 100. Geburtstag der Republik in die "Top Ten" der Industrienationen aufsteigen. Dazu muss ein gewaltiger und ständig wachsender Energiebedarf befriedigt werden. Gegenwärtig stillt die Türkei den wachsenden Energiehunger mit Öl- und Gaseinfuhren vorwiegend aus Russland, Aserbaidschan, dem Iran und von der Arabischen Halbinsel. In den kommenden Jahren sollen innertürkische Energiequellen stärker genutzt werden - allen voran die Wasserkraft. Der Nordosten der Türkei gehört zu den niederschlagreichsten Regionen Eurasiens. Die Gebirgslandschaft mit zahlreichen tief eingeschnittenen Tälern und Wasser führenden Bächen und Flüssen eignet sich nach Meinung der Energiewirtschaft ideal für die Stromerzeugung durch Wasserkraftwerke. Doch was als regenerative Energie gepriesen wird, erscheint den Menschen als Bedrohung ihrer Lebensgrundlage. - Ein Beitrag von Reinhard Baumgarten


Eine Alternative zu Orban?

Ein Jahr vor den ungarischen Parlamentswahlen formiert sich die Opposition gegen die rechtsnationale Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban. Das ungarische oppositionelle Wahlbündnis "Gemeinsam 2014" von Ungarns Ex-Premier Gordon Bajnaj hat sich als Partei formiert. Der Ex-Regierungschef erklärte, eine neue Kraft sei nötig um eine neue Ära herbeizuführen, welche die bestehenden "alten" Parteien nicht verwirklichen könnten. "Gemeinsam 2014" sei eine Allianz mit der Partei "Dialog für Ungarn", die sich im Februar von den ungarischen Grünen LMP abgespalten hat, eingegangen. Die neue Partei will mit gemeinsamen Kandidaten in den 106 Wahlkreisen des Landes gegen die Kandidaten von Fidesz-MPSZ und der rechtsradikalen Jobbik-Partei bei der Wahl im kommenden Jahr antreten. - Ein Beitrag von Ralf Borchard


Die Ofenbauer von Auschwitz

Die Firma "Topf und Söhne" war 1930 ein ganz normales Unternehmen im deutschen Erfurt, das unter anderem Feuerbestattungsanlagen baute. 1940 war die Firma zu einem der wichtigsten Zulieferer für die Konzentrationslager der Nationalsozialisten avanciert. Ingenieure und Techniker von "Topf und Söhne" entwarfen und bauten die Krematorien in vielen KZ sowie die Entlüftungsanlagen für die Gaskammern in Auschwitz. Wie kam es dazu, wer waren diese Techniker, Ingenieure und Firmeninhaber und warum wurden sie zu willigen Helfern bei der industriellen Tötung von Millionen Menschen? Die Historikerin Annegret Schüle hat die Geschichte der Firma "Topf und Söhne" aufgearbeitet. - Ein Beitrag von Karin Fischer

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