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Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Dienstag
06. August 2013
19:05

Du bist, was Du isst? Migration und Ernährung im 19. und 20. Jahrhundert
Gestaltung: Sabrina Adlbrecht

"Wenn man längere Zeit im Ausland lebt, wird einem bewußt, dass Essen mit dem man vertraut ist einen anderen Stellenwert bekommt. Nahrung spielt bei der eigenen Identität sicher eine Rolle", sagt die Historikerin Isabel Schropper.

"Sag' mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist" - diese Redensart macht deutlich, dass es bei Ernährung um viel mehr als den rein physiologischen Aspekt geht: Essen ist ein sehr intimer Vorgang, und was wir in uns aufnehmen, ist deshalb nicht gleichgültig, sondern immer symbolisch aufgeladen.

Die Bedeutung von Essen und Essensgewohnheiten zeigte und zeigt sich auch und gerade im Zusammenhang mit dem Phänomen Migration: Nahrung wird zum Zeichen des "Eigenen" und des "Fremden", dient oft als Wunschprojektion für ein besseres Leben im Aufnahmeland ebenso wie als Rückprojektion für das Leben in der Herkunftsgesellschaft.

Wie Migrant/innen im 19. und 20. Jahrhundert im Spannungsfeld von kulinarischer "Heimat" und "Fremde" agierten, damit beschäftigte sich eine internationale Tagung in St. Pölten. Welche Rolle Essen für die Identitätsbildung und -wahrung tatsächlich spielt, welches Konflikt- aber auch Kooperationspotential in der Ernährung liegt, welche Mythen unsere Essphantasien beherrschen und wie sich bestimmte, vermeintliche "Nationalküchen" globalisierten, waren nur einige der Fragen, die dabei behandelt wurden.

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