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Dimensionen - die Welt der Wissenschaft

Freitag
04. Oktober 2013
19:05

1. Die Lebensfreundlichkeit des Mars
2. Zum 80. Geburtstag des Mathematikers Wolfgang Schmidt
3. Die "Guten Italiener" und die Judenverfolgung im Faschismus
4. Der amerikanische Blick auf die Habsburgermonarchie

Redaktion und Moderation: Franz Tomandl


1. Nachrichten vom Nachbarn: Neue Erkenntnisse vom Roten Planeten (Folge 4)
Bewohnt oder nur bewohnbar? Die Lebensfreundlichkeit des Mars

Ist der Mars bewohnt? Oder wenigstens: Ist er bewohnbar? Kühne Science-Fiction-Visionen von grünen Männchen auf dem Roten Planeten sind dabei längst zu den Akten gelegt. Wenn der Mars bewohnbar ist oder war, dann werden wir uns bescheiden und unsere Erwartungen herunterschreiben müssen: In Frage kommen allenfalls Einzeller. Und doch wäre der Nachweis von Leben auf einem anderen Himmelskörper als der Erde - in welcher Form auch immer - wohl eine der größten Entdeckungen der Menschheit. Mit Frances Westall, Geologin und Astrobiologin am Centre de Biophysique Moléculaire, Orléans; Rolf Jaumann, Institut für Planetenforschung und Planetengeologie, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Berlin. Autor: Guido Meyer.

2. Wolfgang Schmidt, einer der bedeutendsten Zahlentheoretiker des 20. Jahrhunderts
Zum 80. Geburtstag des österreichischen Mathematikers

Hört man sich unter führenden Mathematiker in Österreich um, wer denn der bedeutendste lebende Kollege in diesem Land sei, fällt zumeist ein Name: Wolfgang Schmidt. Dass dieser Name hierzulande in der Öffentlichkeit weniger bekannt ist, hat vermutlich auch damit zu tun, dass der 1933 in Wien geborene Mathematiker seit über einem halben Jahrhundert in Amerika lebt und arbeitet. Auch international gilt Wolfgang Schmidt als einer der bedeutendsten Zahlentheoretiker des 20. Jahrhunderts. Seine fundamentalen Leistungen sind selbst der Encyclopedia Britanica eine Erwähnung wert. - Gestern feierte der keineswegs rechenmüde Doyen der österreichischen Mathematik seinen 80. Geburtstag. Autor: Armin Stadler.

3. Die "Guten Italiener" und die Judenverfolgung im Faschismus

Darf man die Begriffe "Faschismus" und "Nationalsozialismus" gleichrangig verwenden? Über diese Frage wird heute noch kontrovers diskutiert. Einer, der nicht die Gemeinsamkeiten, sondern die Unterschiede zwischen Faschismus und Nationalsozialismus besonders betonte, war der Historiker und Mussolini-Biograph Renzo De Felice. Anders als der Nationalsozialismus, sei der Faschismus italienischer Prägung weder antisemitisch noch rassistisch gewesen und befände sich deshalb "außerhalb des Schlagschattens" der Ermordung europäischer Juden. In Italien blieb diese Sichtweise De Felices auch lange Zeit mehr oder weniger unwidersprochen. Neuere Studien haben aber diesem weichgezeichneten Faschismus-Bild mittlerweile tiefe Kratzer zugefügt. Diese Legende von den "guten" Faschisten lässt sich allerdings nicht mehr aufrechterhalten. Mit Gustavo Corni, Historiker, Triest. Autorin: Sabrina Adlbrecht.

4. Der sterbende Mann am Bosporus: Der amerikanische Blick auf die Habsburgermonarchie, (Zu einer Tagung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften)

1910 besuchte US-amerikanische Altpräsident Theodor Roosevelt die Hauptstadt der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Es war kein offizieller Staatsbesuch, denn Roosevelt hatte ein Jahr zuvor das Amt an seinen Nachfolger übergeben. Dennoch wurde Theodor Roosevelt von Kaiser Franz Joseph wie ein amtierendes Staatsoberhaupt empfangen. Der Historiker Oliver Rathkolb hat den Wienaufenthalt Roosevelts zum Anlass genommen, das Verhältnis der Vereinigten Staaten und der Donaumonarchie am Vorabend des 1. Weltkriegs zu analysieren. Mit Oliver Rathkolb, Historiker, Wien. Autorin: Marlene Nowotny.


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