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Mittwoch
20. November 2013
16:40

Initiativen gegen häusliche Gewalt - Frauenhäuser und Frauenhelpline feiern Jubiläen

Auch im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts sind Frauen und Kinder mit häuslicher Gewalt konfrontiert: Handgreiflichkeiten, sexuelle Nötigungen, Vergewaltigungen oder Quälereien auf psychischer Ebene. Weltweit gesehen leiden etwa 36 Prozent aller Frauen unter solchen Übergriffen, so die Weltgesundheitsorganisation.
Man geht davon aus, dass etwa jede fünfte Frau - auch in Österreich - zumindest einmal in ihrem Leben von Gewaltakten betroffen ist. Ein weiteres Indiz: Die österreichischen Frauenhäuser sind, seit ihrer Gründung vor genau 35 Jahren, durchgehend voll belegt.
Mit den Gewaltschutzgesetzen von 1997 und 2009 wurde endlich die Grundlage geschaffen, um die Gewalt in der Familie oder das Stalking zumindest theoretisch zu verhindern. Dazu gehören die Wegweisung, das Betretungsverbot und die "Einstweilige Verfügung". Außerdem: In Notfallambulanzen wird seit Beginn des Jahres ein Verletzungsprotokoll aufgenommen, um mögliche Opfer sowie die Verletzungen in einem Gewaltschutzregister zu dokumentieren.
Am kommenden Sonntag, den 24. November, werden drei Jubiläen gefeiert: 35 Jahre Frauenhäuser, 25 Jahre Verein Autonomer Österreichischer Frauenhäuser und 15 Jahre Frauen-Helpline. Und am Montag darauf beginnt die alljährliche internationale Kampagne "16 Tage gegen Gewalt" mit zahlreichen Veranstaltungen.

Uschi Mürling-Darrer hat mit Expertinnen über die Gewaltschutzarbeit in Österreich gesprochen.

Redaktion: Christoph Leprich

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