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Religion

Praxis - Religion und Gesellschaft

Mittwoch
02. April 2014
16:00

Heute mit dem Schwerpunkt: Religion, Religionskunde und Ethik
1. "Aktion Leben" für Statistik über Schwangerschaftsabbrüche
2. Interreligiöser Dialog über "ethische Werte in Politik"
3. Religionspädagogisches Forum im Spiegel des Pluralismus
4. Ethikunterricht: Eine "never ending story"?

1. "Aktion Leben" für Statistik über Schwangerschaftsabbrüche

In Österreich gibt es keine statistischen Angaben darüber, wie viele Frauen einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen. Mit seriös geschätzten 30.000 - 50.000 Abtreibungen nimmt Österreich - nach Russland und Rumänien, etwa gleichauf mit Ungarn und Bulgarien - jedoch einen Spitzenplatz ein.
Jetzt hat der unabhängige, überkonfessionelle private Verein "Aktion Leben" eine österreichweite parlamentarische Bürgerinitiative mit dem Titel "Fakten helfen" gestartet, um einerseits anonyme Statistiken zum Thema einzufordern und andererseits Motivforschung zu betreiben. - Gestaltung: Maria Harmer


2. Interreligiöser Dialog über "ethische Werte in Politik"

Gibt es so etwas wie eine "globale Ethik", eine weltweit gültige Richtschnur für gutes, politisches Handeln? Darüber haben ehemalige Staats- und Regierungschefs und Vertreter der Weltreligionen in Wien diskutiert. Sie fordern eine globale Ethik im politischen Handeln. Der österreichische Altkanzler Franz Vranitzky hatte diesen interreligiösen Dialog organisiert. Über gemeinsame ethische Prinzipien war man sich schnell einig, darüber, dass es zumeist an ihrer Umsetzung scheitert, auch. Zum Abschluss haben diese sogenannten Elder Statesmen noch eine "Wiener Deklaration" verabschiedet, die den Regierenden der Welt als Handlungsanleitung vorgelegt worden ist. - Gestaltung: Kerstin Tretina


3. Religionspädagogisches Forum im Spiegel des Pluralismus

Muslimische, katholische und evangelische Religionspädagoginnen und -pädagogen wollen im Rahmen des Österreichischen Religionspädagogischen Forums ihre Zusammenarbeit intensivieren. Der wachsende Pluralismus in der religiösen Landschaft Österreichs hat im vergangenen Jahr eine Umstrukturierung notwendig gemacht, die nun umgesetzt worden ist. Vertreter und Vertreterinnen der katholischen, evangelischen und islamischen Religionspädagogik gehören jetzt gemeinsam zum Vorstand. Mit einer Stimme wollen sie nun auch auftreten, wenn es um religionspädagogische Fragen geht, die gesellschaftlich von Bedeutung sind. Das Österreichische Religionspädagogische Forum bietet seit gut 20 Jahren all jenen Konfessionen eine wissenschaftliche Plattform, die eine Ausbildung für Religionslehrerinnen und -lehrer auf universitärem Niveau anbieten. - Gestaltung: Judith Fürst


4. Ethikunterricht: Eine "never ending story"?

Seit bald 20 Jahren läuft der Ethikunterricht in österreichischen Schulen als Schulversuch. Der katholische Theologe und Religionspädagoge Anton Bucher spricht von einem "bildungspolitischen Skandal". Ihm schwebt die Vision eines gemeinsamen Faches "Ethik und Religionskunde" vor und er plädiert einmal mehr dafür, dass zumindest der Schulversuch "Ethik" so bald wie möglich ins Regelschulwesen übernommen werde. In seinem Buch "Der Ethikunterricht in Österreich - politisch verschleppt - pädagogisch überfällig" skizziert Bucher die Geschichte von Schulversuchen, parlamentarischen Enqueten, die unterschiedlichen Standpunkte der Religionsgemeinschaften und der Vetreter und Vertreterinnen von Konfessionslosen. - Gestaltung: Judith Fürst


Moderation: Sandra Szabo

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